"Sie hatte einen Unfall"

Carolin Schmidt vermisst! Seher hat brisanten Verdacht

Seit 6. September fehlt von Carolin Schmidt (25) jede Spur. Jetzt meldet sich ein selbst ernannter Seher und nennt einen möglichen Fundort in Tirol.
20.10.2026, 09:59
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Wo ist Carolin Schmidt? Seit Wochen sucht ihr Vater nach der 25-jährigen Deutschen, die im Tiroler Grenzgebiet spurlos verschwunden ist. Nun gibt es einen ungewöhnlichen Hinweis: Ein Mann aus Deutschland, der nach eigenen Angaben über hellseherische Fähigkeiten verfügt, glaubt zu wissen, wo sich die Vermisste befindet.

Michael Schneider (56) aus Sachsen-Anhalt hat sich nach einem Bericht über die Suche bei der "Krone" gemeldet. Er vermutet, dass Carolin in den Bergen tödlich verunglückt ist. Belege für diese Annahme gibt es bisher nicht.

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Seher vermutet Carolin im Gaistal

Die 25-jährige Hessin wird seit dem 6. September vermisst. Ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Die Suche konzentriert sich auf das Grenzgebiet zwischen Mittenwald, Leutasch und Ehrwald.

Schneider glaubt, den möglichen Aufenthaltsort der jungen Frau eingrenzen zu können. "Carolin ist bei einem Unfall abgerutscht – mit tödlichen Folgen", behauptet der 56-Jährige gegenüber der "Krone".

Er übermittelte dazu Koordinaten, die in einen Bereich des Gaistals führen. Dieser liegt zwischen der Wettersteinhütte, der Wangalm und der Erinnerungshütte. "Sie liegt aber nicht direkt bei den Hütten, sondern etwas davon entfernt."

Ob sich Carolin tatsächlich dort befindet, ist völlig offen. Die Angaben des Mannes sind nicht bestätigt.

Schon einmal Hinweis auf Leiche gegeben

Schneider verweist auf frühere Vermisstenfälle, bei denen er nach eigenen Angaben helfen konnte.

Erst im September hatte er sich an einer Suche im Südtiroler Hochpustertal beteiligt. Dort wurde ein 69-jähriger Mann vermisst.

Schneider gab den Einsatzkräften Koordinaten bekannt, an denen er den Vermissten vermutete. Später wurde die Leiche des Mannes rund 1,5 Kilometer von der angegebenen Stelle entfernt entdeckt.

"Irgendwann blieben dann Finger und Auge stehen"

Wie er zu seinen Vermutungen kommt, beschreibt Schneider mit einer ungewöhnlichen Methode. Er betrachtet Landkarten und fährt mit den Fingern darüber. "Irgendwann blieben dann Finger und Auge stehen", erzählt er.

An dieser Stelle vermutet der Seher die vermisste Carolin Schmidt

Seine angebliche Fähigkeit habe er schon immer besessen. Allerdings räumt der 56-Jährige ein, dass seine Hinweise nicht in jedem Fall weiterhelfen. Auch der Südtiroler Universitätsprofessor Paolo Reggiani, der laut dem Nachrichtenportal "stol.it" bereits mehrere Suchaktionen verfolgt hat, kennt Schneider seit Jahren.

"Ich kann es mit der Ratio nicht erklären – aber seine Ergebnisse haben mich überzeugt", sagte Reggiani gegenüber "stol.it".

Bergrettung wartet auf Polizei

Bei der Bergrettung Leutasch wird der neue Hinweis zur Kenntnis genommen. Ortsstellenleiter Michael Strigl erklärt gegenüber der "Krone": "Wenn der Mann schon Vermisste gefunden hat, dann ist das ernst zu nehmen".

Eine Suche aufgrund der genannten Koordinaten kann die Bergrettung allerdings nicht eigenständig veranlassen. Dafür müsste laut Strigl eine entsprechende Aufforderung der Alpinpolizei kommen.

Ob die Behörden die Angaben überprüfen werden, ist bisher nicht bekannt.

Bergrettung bietet Vater kostenlose Hilfe an

Unterdessen erhält Carolins Vater Unterstützung aus einer weiteren Tiroler Gemeinde. Die Bergrettung Ehrwald bietet ihm an, gemeinsam das örtliche Suchgebiet zu kontrollieren. Auch Drohnen könnten dabei eingesetzt werden.

"Er kann sich jederzeit melden, wir fahren mit ihm unser Gebiet ab und unterstützen ihn bei seiner Suche auch mit Drohnen – alles kostenlos", erklärt die stellvertretende Ortsstellenleiterin Regina Poberschnigg der "Krone".

Damit gibt es für den Vater zumindest ein weiteres Hilfsangebot bei der Suche nach seiner Tochter. Ob der ungewöhnliche Hinweis aus Deutschland tatsächlich zur Aufklärung des Vermisstenfalls beitragen kann, bleibt offen.

wil, Akt. 20.10.2026, 12:05, 20.10.2026, 09:59