Kunden flüchten in Geschäfte

Chaos vor Mailänder Dom: Maskierte stürmen Luxus-Mall

Straßenschlacht mitten in Mailand! Maskierte Jugendliche attackieren die Polizei, plündern Geschäfte. Kunden verschanzen sich in Luxusläden.
18.10.2026, 20:24
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Was als friedlicher Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten begann, endete mitten im Herzen Mailands im Chaos. Rund um den weltberühmten Dom verwandelten Hunderte schwarz gekleidete Jugendliche am Samstag die Innenstadt in ein Schlachtfeld. Steine und Knallkörper flogen, Barrikaden brannten, Geschäfte wurden geplündert. Selbst die Polizei musste zeitweise zurückweichen.

Besonders dramatische Szenen spielten sich in der berühmten Galleria Vittorio Emanuele II ab. In der prachtvollen Einkaufspassage, in der sonst Touristen flanieren und Luxusmarken ihre Waren anbieten, herrschte plötzlich Ausnahmezustand.

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Kunden verschanzen sich in Luxusgeschäften

Als maskierte Jugendliche durch die historische Galerie zogen und es zu Zusammenstößen mit der Polizei kam, ließen Geschäftsleute eilig die Rollläden herunter. Angestellte und Kunden verschanzten sich in den Luxusgeschäften, während Touristen aus dem Bereich flüchteten.

Die Polizei rückte mit Schutzausrüstung in die Einkaufspassage vor, um die Randalierer zurückzudrängen. Auch die U-Bahn-Stationen beim Dom wurden während der Ausschreitungen gesperrt.

Jugendliche plündern Schuhgeschäft

Doch damit nicht genug: Im Bereich des Corso Vittorio Emanuele II schlugen Randalierer die Schaufenster einer Foot-Locker-Filiale ein und plünderten Waren. Einige verbarrikadierten sich anschließend im Geschäft, bevor die Polizei einschritt.

Andernorts wurden Müllcontainer und Barrikaden angezündet. Die Angreifer schleuderten Flaschen, Steine und Absperrgitter auf Polizisten. Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Hälfte der Angehaltenen minderjährig

Insgesamt wurden in Mailand rund 50 Menschen angehalten, etwa die Hälfte davon Minderjährige. Nach neueren Berichten wurden 25 Verletzte in Spitäler gebracht, darunter zehn Angehörige der Sicherheitskräfte.

Nach Angaben der Polizei waren zahlreiche Jugendliche selbst organisiert aus den Vororten Mailands und anderen Provinzen angereist. Sie hatten sich in kleineren Gruppen zusammengeschlossen und schließlich die ursprünglich friedliche Demonstration überschattet.

Meloni verurteilt die Gewalt

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte empört. Sie stellte klar, dass Demonstrationen zwar ein Grundrecht seien, die Verwüstung ganzer Städte aber nicht.

Auch in Bologna und Turin kam es zu schweren Ausschreitungen. Besonders dramatisch fiel die Bilanz in Bologna aus, wo laut Polizei 36 Beamte verletzt wurden oder Prellungen erlitten.

NW, 18.10.2026, 20:24
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