Maurer verkaufte ganzen Besitz

Mann reist 2.000 Kilometer für Frau, die es nicht gibt

Für seine große Liebe verkaufte ein Mann (49) seinen gesamten Besitz und reiste 2.000 Kilometer weit. Doch seine Traumfrau war nur eine KI-Figur.
18.10.2026, 16:55
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Eine Internet-Liebe hat einen Brasilianer um seinen gesamten Besitz gebracht. Maurer Edimar Martins (49) verkaufte alles und reiste rund 2.000 Kilometer quer durchs Land, um seine vermeintliche Traumfrau Jéssica zu treffen. Doch die große Liebe entpuppte sich als Täuschung: Die blonde Frau wurde mit künstlicher Intelligenz erschaffen.

Nach dem Tod seiner Mutter litt Edimar unter Einsamkeit. Im Internet entdeckte er schließlich Jéssica, die angeblich alleine auf einer Farm lebte. Auf Fotos und Videos war sie bei der Arbeit mit Tieren zu sehen. "Ich liebe es zu arbeiten, mein Mann soll sich ausruhen", soll sie ihm geschrieben haben. Außerdem versprach sie ihm ein Leben wie ein König.

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Bittere Wahrheit nach 2.000 Kilometern

Der 49-Jährige packte seinen Koffer und fuhr mehr als 36 Stunden mit dem Bus von Imperatriz nach Belo Horizonte. "Es gibt nichts Schlimmeres als Einsamkeit. Ich bin ihr gefolgt, um zu sehen, ob ich mein Glück finden kann", erzählte er.

Weil er keine Adresse hatte, zeigte er Passanten Fotos seiner Angebeteten. Schließlich suchte er Hilfe beim Radiosender Rádio Itatiaia. Dort folgte die Ernüchterung: "Sie sagten: Nein, das sind Fake News. Diese Frau existiert nicht", berichtete Edimar später.

Betreiber streitet Kontakt ab

Der Maurer stand plötzlich ohne Geld und ohne seine erhoffte Partnerin da. "So etwas darf nicht sein. Dagegen müsste es ein Gesetz geben, denn alle werden damit getäuscht", kritisierte er.

Der anonyme Betreiber des KI-Profils erklärte, Edimar habe offenbar ein Video falsch verstanden. Einen persönlichen Austausch habe es nie gegeben. Die künstliche Figur sollte lediglich Follower gewinnen, um Produkte zu verkaufen. Laut Rádio Itatiaia waren zuvor bereits zwei weitere Männer wegen ähnlicher Versprechen in die Stadt gereist.

Die Stadtverwaltung bezahlte Edimar schließlich die Heimfahrt. Aufgeben will der 49-Jährige aber nicht. "Ich habe sie nicht gefunden. Aber ich werde eine andere Frau finden – dort, wo ich schon einmal war", sagte er. Sein nächstes Ziel steht bereits fest: "Ich werde wieder hinfahren."

red, 18.10.2026, 16:55
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