Brisante Wende

Chat-Affäre im ORF – Opfer packt jetzt in Brief aus

Ein Brief der betroffenen Frau sorgt in der ORF-Causa für eine Wende: Laut Stiftungsrat gab es keine strafrechtlich relevanten Verfehlungen.
Newsdesk Heute
12.03.2026, 20:17
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Die Turbulenzen rund um den ORF gehen weiter: Nach einer rund siebenstündigen Krisensitzung des Stiftungsrats steht nun fest, dass die gegen den zurückgetretenen Ex-General Roland Weißmann erhobenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung strafrechtlich nicht relevant sein sollen. Gleichzeitig wurde TV-Urgestein Ingrid Thurnher einstimmig zur vorübergehenden Chefin bestellt.

In der Sitzung des Stiftungsrats wurde laut Teilnehmern ein Brief der betroffenen Frau verlesen. Darin schilderte sie, sie habe "Angst" gehabt. Dennoch sei laut FP-Stiftungsrat Peter Westenthaler im Gremium klargestellt worden, dass Weißmann keine strafrechtlich relevanten Verfehlungen begangen habe.

Chats als Auslöser

Auslöser der Affäre waren Chats zwischen Weißmann und einer ORF-Mitarbeiterin. Dabei soll es laut den vorliegenden Nachrichten zu anzüglichen Botschaften und schließlich auch zu intimen Fotos gekommen sein. In den Chatverläufen habe es jedoch "keiner klaren Abwehrhaltung" der Frau gegeben, so Westenthaler.

Ein Fehlverhalten des früheren ORF-Generals sieht der Stiftungsrat dennoch. Der Rücktritt Weißmanns sei daher gerechtfertigt gewesen, erklärte Westenthaler.

Streit um Strobl-Pension

Während die Aufarbeitung der Causa läuft, rückt zunehmend ein weiterer Konflikt in den Mittelpunkt. Demnach soll es zuvor heftige Auseinandersetzungen um den Pensionsvertrag des langjährigen ORF-Managers Strobl gegeben haben. Laut ORF-Transparenzbericht ist dieser der Gagenkaiser Nummer 1 am Küniglberg und verdient rund 450.000 Euro im Jahr.

Strobl hatte selbst öffentlich gemacht, dass Weißmann eine von dessen Vorgänger Alexander Wrabetz zugesicherte Zusatzpension nicht umsetzen wollte. Zudem warf er dem inzwischen zurückgetretenen ORF-Chef Mobbing vor.

"Moloch aus Intrigen"

Auch die Rolle von Stiftungsratsvorsitzendem Heinz Lederer wird nun hinterfragt. Westenthaler sprach von einem "Moloch aus Intrigen" am Küniglberg. Es gehe um Macht und möglicherweise auch um Millionen an Abfertigungen.

Westenthaler kündigte weitere Schritte an: "Aber das wird ein Fall für die Gerichte."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.03.2026, 21:19, 12.03.2026, 20:17
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