Vor 3 Jahren noch optimistisch

Sorge um Natascha Kampusch – selbst Ärzte überfordert

Natascha Kampusch hat offenbar einen Zusammenbruch erlitten, der selbst Experten überfordert. 2023 zeigte sie sich noch positiv und optimistisch.
Newsdesk Heute
12.03.2026, 15:11
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Eine neue Dokumentation über Natascha Kampusch soll nicht nur ihr Schicksal seit der Entführung beleuchten, sondern auch ihren aktuellen Gesundheitszustand. Laut der Sendung sollen inzwischen sogar medizinische Fachleute mit der Situation der 38-Jährigen überfordert sein.

Im "Thema Spezial" mit dem Titel "Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit" zeichnet Journalist Christoph Feurstein die Ereignisse von ihrem Verschwinden am 2. März 1998 bis in die Gegenwart nach. Die Dokumentation soll erstmals auch zeigen, wie schwierig der Umgang mit dem heutigen Zustand von Kampusch geworden ist.

Familie spricht über Zusammenbruch

Die Familie hatte zuletzt öffentlich gemacht, dass Kampusch einen schweren gesundheitlichen Rückschlag erlitten hat. Besonders ihre Schwester Claudia Nestelberger, die sich inzwischen weitgehend um ihre Angelegenheiten kümmert, beschreibt die Lage als äußerst belastend.

"Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos."

Die Familie möchte die Situation nun vorsichtig öffentlich thematisieren und gleichzeitig über mögliche Ursachen für den Zusammenbruch aufklären.

Der Zeitpunkt ist heikel: Rund um den 20. Jahrestag von Kampuschs Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft gibt es erneut zahlreiche Medienanfragen aus dem Ausland. Die Familie fürchtet, dass ihr derzeitiger Zustand international zu Schlagzeilen werden könnte.

Kampusch 2023: "Ich bin positiv und hoffnungsvoll"

In einem Interview von März 2023 zeigte sich Kampusch noch positiv und optimistisch. Die damals 35-Jährige hatte immer wieder neue Projekte gestartet. So entwarf sie etwa eine eigene Schmuckkollektion. Außerdem engagiert sie sich auch sozial: "Ich wollte immer schon karitativ tätig sein." Unter anderem finanzierte sie in Sri Lanka den Bau eines Kinderkrankenhauses.

"Ich bin viel in der Natur und verbringe Zeit mit meinem Pferd", erzählt sie in dem Interview. Für die Zukunft hat sie ebenfalls Pläne: Sie möchte stärker mit Menschen arbeiten und kann sich auch ein Praktikum im sozialen Bereich vorstellen. Auch sportlich will sie aktiver werden. "Ich bin positiv und hoffnungsvoll."

Der Entführungsfall rund um Natascha Kampusch beschäftigt die Öffentlichkeit seit 1998. Nachdem sie 2006 aus der Gefangenschaft von Wolfgang Priklopil fliehen konnte, führte Christoph Feurstein das erste Interview mit ihr – ein Gespräch, das weltweit Beachtung fand.

Fall fünfmal untersucht

In den folgenden Jahren wurde Kampuschs Geschichte immer wieder infrage gestellt. Auf Betreiben hochrangiger staatlicher Stellen wurde der Fall insgesamt fünfmal untersucht – zuletzt sogar mit Unterstützung des deutschen Bundeskriminalamts und des US-amerikanischen FBI.

Alle Untersuchungen kamen jedoch zu demselben Ergebnis: Natascha Kampusch sagt die Wahrheit. Trotzdem blieb der Ruf des Entführungsopfers über Jahre hinweg belastet.

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