"In eigener Welt"

Zusammenbruch! – Große Sorge um Natascha Kampusch

Die Familie von Natascha Kampusch hat einen schweren Zusammenbruch der 38-Jährigen öffentlich gemacht. Derzeit sei sie "meist in einer eigenen Welt".
Newsdesk Heute
12.03.2026, 11:37
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Familie von Natascha Kampusch hat einen schweren gesundheitlichen Rückschlag der heute 38-Jährigen öffentlich gemacht. Laut ihrer Schwester befindet sich Kampusch derzeit in einem Zustand, der große Sorgen auslöst.

Claudia Nestelberger, die sich inzwischen weitgehend um die Angelegenheiten ihrer Schwester kümmert, schildert die Situation so: "Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos."

Neue Dokumentation

Die Familie wolle nun auf sensible Weise über die Situation sprechen und auch die Ursachen für den Zusammenbruch der Tochter, Schwester und Tante beleuchten.

Mit dem Schicksal von Natascha Kampusch beschäftigt sich auch eine neue "Thema Spezial"-Dokumentation. Unter dem Titel "Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit" zeichnet Journalist Christoph Feurstein die Ereignisse von ihrem Verschwinden am 2. März 1998 bis in die Gegenwart nach.

Sorge vor neuer Medienaufmerksamkeit

Zum 20. Jahrestag ihrer Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft gibt es erneut Medienanfragen aus aller Welt. Die Familie befürchtet, dass der aktuelle Zustand von Kampusch international Schlagzeilen machen könnte.

Psychiater Ernst Berger erklärte dazu gegenüber Feurstein: "So wie wir damals die Entscheidung getroffen haben als Betreuerteam, wir wollen mit Ihnen kooperieren, so sehe ich die Situation jetzt auch. Man muss davon ausgehen, dass das andere Medienstationen aus einer völlig anderen Perspektive aufgreifen."

Der Entführungsfall beschäftigt die Öffentlichkeit seit 1998. Nach ihrer spektakulären Flucht aus der Gefangenschaft von Wolfgang Priklopil im Jahr 2006 führte Feurstein das erste Interview mit Kampusch – ein Gespräch, das weltweit Beachtung fand.

Fall mehrfach geprüft

In den Jahren danach wurde ihre Geschichte jedoch immer wieder infrage gestellt. Laut Bericht wurde der Fall auf Betreiben hochrangiger Vertreter des Staates insgesamt fünfmal untersucht – zuletzt sogar unter Beteiligung des deutschen Bundeskriminalamts und des US-amerikanischen FBI.

Alle Untersuchungen kamen zu demselben Ergebnis: Natascha Kampusch sagt die Wahrheit. Dennoch blieb der Ruf des Entführungsopfers stark belastet.

Experten äußern sich erstmals

Angesichts des aktuellen Zustands der 38-Jährigen kommen in der Dokumentation erstmals Ermittler, Staatsanwälte und Wegbegleiter ausführlich zu Wort. Die Sendung zeigt auch, dass selbst medizinische Fachleute mit der Situation von Kampusch derzeit überfordert sein sollen.

Die Sendung wird am Montag, dem 16. März 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 sowie auf ORF ON ausgestrahlt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.03.2026, 12:19, 12.03.2026, 11:37
Jetzt E-Paper lesen