Chef zu jungem Mädchen:

"Pulli war schöner, da sieht man deine Brüste besser"

In Kärnten wird gegen einen Mitarbeiter der Landesregierung ermittelt - ein junges Mädchen schildert sexuelle Belästigung durch seinen Ausbildner.
André Wilding
20.03.2026, 06:58
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In der Kärntner Landesregierung sorgt ein brisanter Fall für Aufsehen: Ein Mitarbeiter steht laut "Kronen Zeitung" im Verdacht, eine junge Kollegin sexuell belästigt zu haben. Die Betroffene war laut ihrem Anwalt Gustav Ortner ein Lehrling und dem Mann direkt unterstellt.

Die Vorwürfe wiegen schwer. Demnach soll es ab dem zweiten Lehrjahr zu mehreren Übergriffen gekommen sein. Bei Autofahrten habe der Mann das Mädchen unsittlich berührt, auch im Büro soll es laut dem Bericht zu anzüglichen Aussagen gekommen sein. Ein Satz blieb dabei besonders hängen: "Der Pulli gestern war schöner, da sieht man deine Brüste besser."

"Gurke mit zwei Eiern auf Tisch gelegt"

Auch eine geschmacklose Szene rund um Ostern wird geschildert. "Er legte ihr eine Gurke mit zwei Eiern und Smarties auf den Tisch", heißt es im Bericht der "Krone". Laut Darstellung sollte das einen ejakulierenden Penis darstellen.

Die mutmaßlichen Vorfälle liegen bereits rund zwei Jahre zurück. Laut Anwalt Gustav Ortner habe sich die Jugendliche damals Hilfe gesucht. "Das Erschreckende ist, dass das Opfer ausgesagt hat, sich damals an eine zuständige Lehrlingsbeauftragte gewendet und um Hilfe gebeten zu haben", wird der Jurist in der "Krone" zitiert. Eine Reaktion sei aber ausgeblieben: "Danach hat der Lehrling nie mehr etwas gehört."

Die heute 19-Jährige begann daraufhin, die Situation zu hinterfragen und suchte die Schuld bei sich selbst. Sie wechselte intern die Stelle und begab sich in psychologische Betreuung. "Da hat eine Opfer-Täter-Umkehr stattgefunden", sagt ihr Rechtsbeistand zur Tageszeitung.

Mitarbeiter weist Vorwürfe zurück

Erst vor wenigen Monaten brachte sie den Fall zur Anzeige. Im Zuge der Ermittlungen fand zuletzt eine kontradiktorische Einvernahme statt.

Der beschuldigte Mitarbeiter weist die Vorwürfe zurück. Auch das Land Kärnten steht nun unter Druck, weil aus Sicht der Betroffenen nicht ausreichend reagiert worden sein soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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