Große Aufregung um einen Grazer Gastrobetrieb: In diesem hatte sich ein 16-Jähriger als Servicekraft etwas dazuverdient. Als das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufgelöst wurde, fühlte sich der Jugendlich jedoch betrogen. Der Grund: Sein Ex-Chef hatte ihm 20 Überstunden nicht ausbezahlt.
Insgesamt ging es um rund 2.500 Euro, die sich aus dem letzten Monatslohn, anteiligen Sonderzahlungen und Entgelt sowie Zuschlägen für die geleisteten Überstunden zusammensetzten, berichtet die "Kleine Zeitung". Als Reaktion wandte sich der 16-Jährige an die Arbeiterkammer Steiermark.
Diese forderten den mittlerweile insolventen Betrieb auf, die Zahlungen zu leisten, dennoch weigerte sich der Ex-Chef – eine Klage folgte. Laut Karin Ladenberger von der AK wurde aber auch der gerichtliche Zahlungsbefehl ignoriert.
Das Geld war allerdings nicht der einzige Grund, der für Wirbel sorgte. So hätten die Arbeitszeiten des Jugendlichen nicht dem Alter entsprochen, auch eigentlich vom Gesetz vorgeschriebene Pausen habe es nicht gegeben.
Schlussendlich wurde der offene Geldbetrag exekutiert. Ladenberger zufolge sei das Schicksal des 16-Jährigen kein Einzelfall. Ähnliche Beschwerden bei Lehren, Pflichtpraktika und Nebenjobs würde es in allen Branchen geben.