China hat laut Angaben der EU die teilweise Wiederaufnahme des Exports von Nexperia-Chips in die Europäische Union bestätigt. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic erklärte am Samstag auf X.
Er begrüße die Bestätigung der "weiteren Vereinfachung der Vorschriften zum Export von für die EU und globale Kunden bestimmten Nexperia-Chips". Die Ausfuhr werde genehmigt, solange die Chips ausschließlich für den zivilen Gebrauch vorgesehen sind. Die neue Regelung gilt "ab sofort".
Sefcovic ergänzte, dass Gespräche mit Peking über eine dauerhafte Lösung zur vollständigen Wiederaufnahme des Halbleiter-Exports weiterlaufen.
Hintergrund: Peking hatte Nexperia-Produkte mit einem Exportverbot belegt, nachdem die niederländische Regierung das Halbleiter-Unternehmen, das zum chinesischen Wingtech-Konzern gehört und seinen Sitz in den Niederlanden hat, Ende September unter ihre Kontrolle gestellt hatte. Die Autoindustrie hatte damals vor möglichen Produktionsstopps gewarnt und sogar Kurzarbeit angekündigt.
Am Freitag gaben Volkswagen und der Autozulieferer Aumovio bekannt, dass sie dank Ausnahmegenehmigungen wieder mit Nexperia-Chips beliefert werden.
Nexperia ist weltweit ein wichtiger Großlieferant von Halbleitern, die etwa in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugelektroniksystemen verwendet werden. Die Halbleiter werden zwar auch in Europa produziert, zur Weiterverarbeitung aber oft nach China geschickt und danach wieder zu den europäischen Kunden exportiert.