Die Christkindlmärkte locken in Schönbrunn und am Stephansplatz schon wieder mit Punsch, Weihnachtsklängen und festlich beleuchteten Ständen. Doch während sich die Besucher auf die Adventzeit einstimmen, kann der Trubel für Vierbeiner zur echten Belastungsprobe werden. Die Tierschutzombudsstelle Wien appelliert deshalb nun an alle Hundehalter, ihre vierbeinigen Lieblinge beim Besuch eines Christkindlmarktes lieber zu Hause zu lassen.
"Ein Besuch am Christkindlmarkt sollte für alle Beteiligten ein positives Erlebnis sein. Aus Sicht der Hunde ist der Markttrubel jedoch häufig eine erhebliche Belastung", so Wiens Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky (SP). Zu Hause hätten die Tiere in der Regel deutlich mehr Ruhe und Sicherheit.
Besonders für kleine Hunde kann ein Besuch am Christkindlmarkt zum Albtraum werden. Zwischen unzähligen Menschenbeinen müssen sie ständig ausweichen. Dazu kommen unvorhersehbare Situationen, wenn Besucher nach dem einen oder anderen Punsch ausgelassener werden. "Die Hunde sind total überfordert, für sie ist der Trubel einfach nur furchtbar!", warnt Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien.
Viele Hundehalter nehmen ihre Vierbeiner mit, weil diese nicht gerne alleine bleiben oder bei gemeinsamen Unternehmungen einfach dazugehören sollen. Doch genau hier appellieren die Tierschützer an die Verantwortung der Besitzer. "Gerade, weil der Hund ein Familienmitglied ist, dessen Bedürfnisse respektiert werden müssen, appellieren wir an alle Hundehalter: Gönnen Sie Ihrem Hund eine Pause, lassen Sie ihn zu Hause!", so Persy.
Nicht nur Christkindlmärkte sind für Hunde problematisch. Auch beim Weihnachtsshopping in überfüllten Einkaufsstraßen und Einkaufszentren sollten die Vierbeiner laut Tierschutzombudsstelle besser zu Hause bleiben.
Wichtig sei außerdem, dass Hunde auch während der hektischen Adventzeit ihre gewohnten Rückzugsorte behalten. Wer seinen Hund nicht alleine lassen kann, sollte das Alleinebleiben schrittweise üben. Tipps dazu gibt es auch online.
Statt Weihnachtsstress empfiehlt Persy gemeinsame Auszeiten in ruhiger Umgebung: "Planen Sie stattdessen noch bewusster die gemeinsamen Auszeiten wie ausgiebige Spaziergänge in ruhiger Umgebung ein." Das tue nicht nur dem Hund gut, sondern lasse auch seine Besitzer durchatmen.