November ist Ganslzeit! In Zeiten der Teuerung überlegen sich viele zweimal, ob sie über 40 Euro für den Klassiker ausgeben möchten. Eine vergleichsweise günstige Möglichkeit bietet das Lokal "Mozart & Meisl" in Wien-Döbling – das Gansl kostet hier 38,90 Euro.
"Wir sind im Vergleich zu den Kollegen im unteren Segment für eine österreichische Weidegans, wohlgemerkt", betont Aleksic. Um diesen Preis beibehalten zu können, packt der Chef in der Küche auch selbst mit an.
"Ich stehe in der Küche, im Service – überall", erklärt er. So versucht das Team, schneller fertig zu werden und Arbeitsstunden zu sparen, denn "die Mitarbeiter sind mit Abstand das Teuerste bei uns". Diese Kosten zu reduzieren, helfe dabei, die Preise für die Gäste niedrig zu halten.
Im Mozart & Meisl bemerke man trotz der Teuerung einen Ansturm auf das Martinigansl. "Ich glaube, dass die Leute einfach seltener weggehen aber wenn, dann aber eher etwas besonderes möchten", bemerkt der Lokalchef. Viele seiner Stammgäste kommen mittlerweile vor allem, um saisonale Speisen wie das Gansl zu genießen.
Besonders freut sich Aleksic über eines: "Gerade beim Gansl ist es so, dass die Leute in größeren Gruppen von vier bis 12 Leuten kommen und, entgegen dem aktuellen Trend, wieder länger gesellig zusammen sitzen". Gerade jetzt seien solche Zusammenkünfte für die Gastronomie enorm wichtig, da sie zahlreiche Gäste in die Lokale locken.
Aber Achtung: Trotz Teuerung stürzen sich die Gäste auf das Gansl im Mozart & Meisl. Ohne Reservierung geht aktuell kaum etwas. "Mit Anfang November bis zur dritten oder vierten Woche sind wir sehr gut belegt – gerade auch, weil die Gans etwas mehr Vorbereitsungszeit braucht."