Drogenproblematik in Mariahilf

Drogen-Hotspot – Besorgte Mutter kämpft für ihr Grätzl

Weggeworfene Spritzen und Drogenkonsum in Parks sorgen in Wien-Mariahilf für Kritik. Eine Petition fordert mehr Kontrollen und Schutz für Kinder.
07.11.2026, 22:00
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Die Bewohner des Grätzls rund um das Suchthilfezentrum Jedmayer in der Gumpendorfer Straße (Wien-Mariahilf) verlieren die Geduld. Johanna Primik reicht es, sie kämpft jetzt für eine Verbesserung. Am Freitag stellte sie ihre Petition "Drogenfreie Spielplätze in 1060" nun dem Petitionsausschuss der Stadt Wien vor.

Spritzen und Drogenreste in Parks

Laut Primik komme es in der Umgebung des Suchthilfezentrums regelmäßig zum Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Auf Spielplätzen, in Parkanlagen und öffentlichen WC-Anlagen würden immer wieder gebrauchte Spritzen, leere Fläschchen und andere Rückstände gefunden.

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Hier gibt es Hilfe

Gefährliche Gegenstände melden: Stadtservice Wien unter 01 4000

Akute Gefahr: Polizei unter 133.

Medizinischer Notfall: Rettung unter 144.

Hilfe bei Suchtproblemen: Suchthilfe Wien unter 01 4000 53799.

Wichtig: Gebrauchte Spritzen niemals mit bloßen Händen anfassen.

Besonders problematisch sei die Situation für Familien mit Kindern. Die Verunreinigungen würden nicht nur mögliche Verletzungsgefahren mit sich bringen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigen.

Tägliche Kontrollen gefordert

Die Petition verlangt tägliche Kontrollen und Reinigungen städtischer Spielplätze und Parkanlagen. Besonders in Gebieten mit bekannten Drogen-Hotspots sollen Sicherheitskräfte und Sozialarbeiter verstärkt im Einsatz sein.

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Zusätzlich fordert Primik Informationskampagnen, um die Bevölkerung für mögliche Gefahren zu sensibilisieren. Verdächtige oder gefährliche Gegenstände sollen dadurch rascher gemeldet und beseitigt werden können.

Erste Verbesserungen im Fritz-Imhoff-Park

Seit Einbringen der Petition habe sich die Situation im Fritz-Imhoff-Park bereits verbessert. Unter anderem wurde ein Zaun erhöht sowie eine Schutzzone eingerichtet und später verlängert.

Auch häufigere Reinigungen, zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten für Drogenspritzen und die Schließung des Parks bei Einbruch der Dunkelheit bewertet Primik positiv. Die bisherigen Maßnahmen hätten laut der Initiatorin bereits Wirkung gezeigt.

Auch Standort des Jedmayer wird diskutiert

Dennoch sieht Primik weiteren Handlungsbedarf. Neben einer Ausweitung der bestehenden Schutzzone spricht sie sich für zusätzliche bauliche Veränderungen aus, um den Fritz-Imhoff-Park besser abzusichern.

Darüber hinaus fordert die Initiatorin eine Diskussion über den Standort des Suchthilfezentrums Jedmayer. Lösungen sollen dabei nicht auf Mariahilf beschränkt bleiben, sondern auch in anderen betroffenen Wiener Bezirken umgesetzt werden können.

red, 07.11.2026, 22:00
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