Mutter fassungslos

"Alle in Bim schockiert!" – Drogen-Deals vor Kindern

Verstörende Szene bei einem Kindergeburtstag. In der Straßenbahn wurden direkt vor jungen Mädchen Drogen verkauft.
22.10.2026, 05:35
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Stefanie S. ist immer noch aufgewühlt, "ich kann nicht glauben, wie offen das gemacht wird." Es geschah vergangenen Samstag kurz nach 16 Uhr. Die Mutter und ihr Mann waren mit einer Gruppe von Mädchen – alle zehn und elf Jahre alt – unterwegs. Es war die Geburtstagsparty ihrer Tochter Lena, man war gerade am Weg zur Wohnung, um zu feiern.

Die Gruppe wartete vor der berüchtigten Station Gumpendorfer Straße am Wiener Gürtel auf die Straßenbahn. Am bekannten Drogen-Hotspot standen wie immer etliche Süchtige herum. Dann kam die Bim.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die Kinder standen ganz vorne im Waggon. Die Türen gingen zu, dann wurde es sofort ungemütlich. "Plötzlich stürmten aus allen Ecken der Bim Süchtige nach vorne", beschreibt die 46-jährige Mutter des Geburtstagskindes, "sie kamen direkt auf die Kindergruppe zu."

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Bei der vorderen Tür, direkt im Rücken des Fahrers, stand der Dealer, der die Junkies im Eiltempo versorgte. Sie drängten sich um den Mann, etwa fünf bis sechs Deals wurden abgewickelt. Einer schrie plötzlich auf: "Stoß mich nicht, ich habe mir heute beim Spritzen weh getan." Die Kinder waren noch mehr irritiert, "alle in der Bim waren schockiert", erzählt Stefanie S.

Plötzlich waren alle weg

In der nächsten Station, am Margaretengürtel, stiegen die Suchtkranken ruckartig aus. In der Bim herrschte Verunsicherung, eines der Kinder fragte vorsichtig, was da gewesen sei.

Wiener Linien reagieren auf Vorfall

"Heute" konfrontierte die Wiener Linien mit den Schilderungen der Mutter. Das Unternehmen verweist auf umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen: "Mehr als 15.000 Kameras, rund 300 Service- und Sicherheitsdienstmitarbeiter sowie Notrufanlagen in allen Stationen und Fahrzeugen sorgen für höchste Sicherheit bei den Wiener Linien", heißt es.

Die Wiener Linien appellieren an Fahrgäste, „die Drogendelikte in den Öffis bemerken, umgehend die Polizei zu verständigen." Von der Polizei heißt es noch: "Wichtig sind die drei 'M's. – also merken, melden, mithelfen."

Mit Mithelfen ist gemeint, dass man in der Nähe bleibt und der Polizei als Zeuge zur Verfügung steht. Wichtig ist dennoch, "man darf sich auf keinen Fall in eine Gefahrensituation begeben."

POM, 22.10.2026, 05:35
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