Schon Monate vor der Attacke auf einen Flydubai-Flug soll der Co-Pilot einen Anschlag geplant haben. Der 29-Jährige aus Oman habe sein Vorhaben im Juli jedoch in letzter Minute aufgegeben. Der Grund dafür soll ein Freund gewesen sein, der sich unter den Besatzungsmitgliedern befand.
Der Co-Pilot soll zudem mehrfach über den Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv eingereist sein, um Informationen für seine Pläne zu sammeln.
Im vergangenen Jahr soll der 29-Jährige seine Stelle bei Oman Air verloren haben, weil es Bedenken wegen seiner extremistischen Ansichten gegeben habe. Anschließend habe er sich erfolglos bei Emirates beworben und sei schließlich bei Flydubai gelandet.
Die Wahl der Fluglinie soll kein Zufall gewesen sein. Bei einer Vernehmung soll der Co-Pilot ausgesagt haben: "Ich habe recherchiert, welche Fluggesellschaft nach Tel Aviv fliegt. Deshalb habe ich mich für FlyDubai entschieden. Ich habe das schon geplant, bevor ich angenommen wurde."
Beim späteren mutmaßlichen Anschlagsversuch attackierte der Co-Pilot seinen Kollegen im Cockpit mit einer Rettungsaxt. Er soll versucht haben, den Piloten auszuschalten und die Maschine mit 174 Passagieren zum Absturz zu bringen.
Nach dem gescheiterten Anschlagsversuch droht dem 29-Jährigen in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Todesstrafe. Abu Dhabi wolle demnach die höchstmögliche Strafe verhängen.
Kapitän Smit Machchhar wird unterdessen für seinen Einsatz an Bord geehrt. Er soll im kommenden Mai gemeinsam mit Indiens Premierminister Narendra Modi die Fackel zum israelischen Nationalfeiertag entzünden. Diese Aufgabe ist normalerweise israelischen Staatsbürgern vorbehalten.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu würdigte den verletzten Kapitän mit den Worten: "Sie sind ein wahrer Held für Indien, Israel und die ganze Welt." Machchhar befindet sich derzeit noch in einem Krankenhaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Warum der aus Oman stammende Co-Pilot überhaupt auf einem Flug nach Israel eingesetzt wurde, wird untersucht. Oman und Israel unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, weshalb er laut den vorliegenden Informationen nicht im Cockpit eines Fluges nach Tel Aviv hätte sitzen dürfen.