Die Boeing 777 war um 12.14 Uhr vom Flughafen London Heathrow Richtung Chicago gestartet. Zunächst verlief alles normal – das Flugzeug erreichte eine Reiseflughöhe von etwa 11.300 Metern. Doch dann kam es zu dem dramatischen Zwischenfall, wie 20 Minuten berichtet.
Plötzlich begann das Flugzeug über Irland rasch zu sinken. Laut Daten von Flug-Tracking-Diensten verlor die Maschine in wenigen Minuten fast 8.500 Meter an Höhe und befand sich schlussendlich nur noch rund 2.700 Meter über dem Boden.
Die Piloten setzten den Transpondercode 7700 ab – das bedeutet einen allgemeinen Notfall. Damit wird die Flugsicherung sofort alarmiert und das Flugzeug bekommt Priorität bei der weiteren Abwicklung.
British Airways bestätigte gegenüber der "Daily Mail" einen "technischen Zwischenfall". Was konkret an Bord passiert ist, wollte die Fluglinie vorerst nicht bekanntgeben.
Ein so rascher Sinkflug auf etwa 3.000 Meter wird oft eingeleitet, wenn es Hinweise auf ein Problem mit dem Kabinendruck gibt. In dieser Höhe ist die Luft wieder dicht genug, damit Passagiere und Crew ohne zusätzliche Sauerstoffmasken atmen können. Ob tatsächlich ein Druckverlust Grund für den Vorfall war, ist aber noch nicht bestätigt.
Die Piloten entschieden sich, nicht weiter Richtung Amerika zu fliegen, sondern kehrten um. Vor der Landung drehte die Boeing noch einige Schleifen über dem Bristolkanal, bis sie schließlich kurz nach 17 Uhr sicher in Heathrow aufsetzte.
British Airways erklärte: "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat für uns immer höchste Priorität." Die Piloten hätten das Flugzeug nach dem technischen Problem sicher zurück nach Heathrow gebracht.
Die Passagiere konnten das Flugzeug laut Airline problemlos verlassen. British Airways bemüht sich derzeit, die Reisenden so rasch wie möglich auf andere Flüge umzubuchen.
Bei der betroffenen Maschine handelt es sich laut 20 Minuten um eine rund 30 Jahre alte Boeing 777-200ER. Der ursprünglich geplante Flug nach Chicago hätte etwa 8 Stunden und 40 Minuten gedauert.