Heftiges Nachspiel für Ägyptens Nationalteam! Rund dreieinhalb Monate nach dem dramatischen WM-Aus gegen Argentinien greift die FIFA durch. Nationaltrainer Hossam Hassan, Teammanager Ibrahim Hassan und Flügelspieler Mostafa Zico werden nach den Protesten gegen den Schiedsrichter mit Sperren belegt.
Besonders hart trifft es Zico. Der ägyptische Nationalspieler muss gleich fünf Spiele zuschauen. Trainer Hassan und Teammanager Hassan wurden von der FIFA-Disziplinarkommission für jeweils drei Partien gesperrt. Das gab der ägyptische Fußballverband bekannt.
Auslöser war das turbulente WM-Achtelfinale am 7. Juli. Ägypten führte gegen Lionel Messis Argentinier zwischenzeitlich sensationell mit 2:0, musste sich am Ende aber mit 2:3 geschlagen geben. Der spätere Vizeweltmeister drehte die Partie, Enzo Fernandez erzielte den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit.
Vor allem die Entstehung des Siegestores brachte die Ägypter auf die Palme. Unmittelbar davor hatte die Mannschaft einen Elfmeter gefordert. Die umstrittene Szene wurde jedoch nicht noch einmal überprüft. Es folgten heftige Proteste gegen den französischen Schiedsrichter François Letexier, ein ägyptischer Betreuer sah sogar die Rote Karte.
Nach dem Schlusspfiff erhob Teamchef Hassan schwere Vorwürfe. "Sie wollten offenbar, dass Messi im Rennen bleibt", schimpfte der Trainer und unterstellte damit eine Bevorzugung des argentinischen Superstars. Auch mehrere andere Entscheidungen des Referees kritisierte er scharf.
Jetzt bekommt der Wutausbruch ein spätes Nachspiel. Die Sperren will Ägypten allerdings nicht einfach hinnehmen. Der nationale Fußballverband kündigte bereits Berufung gegen die FIFA-Entscheidungen an. Ob die Strafen für Hassan, seinen Teammanager und Zico noch reduziert werden, bleibt offen.