Ausschreitungen in Frankreich

Legende sauer: "Geht zurück, wo ihr hergekommen seid"

Die Ausschreitungen in Frankreich sorgen für Aufsehen. Jetzt platzt einer französischen Fußball-Legende der Kragen.
20.10.2026, 12:36
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In Frankreich eskaliert die Gewalt. Seit Tagen sorgen Ausschreitungen, Plünderungen und Angriffe auf Einsatzkräfte für Schlagzeilen. Die landesweiten Unruhen haben mittlerweile auch Auswirkungen auf den Fußball. Das Champions-League-Duell zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona am Dienstagabend findet unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Jetzt meldet sich ein ehemaliger Fußball-Weltmeister mit deutlichen Worten zu Wort. Frankreich-Legende Emmanuel Petit (56) macht seinem Ärger über die gewalttätigen Ausschreitungen in einem rund vierminütigen Instagram-Video Luft.

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"Am liebsten würde ich jetzt auf die Straße gehen und mich mit all diesen kleinen Arschlöchern prügeln", schimpft der ehemalige Mittelfeldspieler, der unter anderem für Arsenal, Barcelona und Chelsea spielte.

Petit wurde 1998 mit Frankreich Weltmeister und erzielte beim 3:0-Finalsieg gegen Brasilien sogar einen Treffer. Zwei Jahre später gewann er mit der französischen Nationalmannschaft auch die Europameisterschaft.

Die aktuellen Bilder aus seiner Heimat machen den 63-fachen Nationalspieler fassungslos. "Es fehlen mir die Worte, um auszudrücken, was ich empfinde. Ich verspüre einen tiefen Zorn – tief in mir drin – gegenüber Menschen, die eigentlich so sein sollten wie ich: als Franzosen geboren."

Anschließend erhebt Petit schwere Vorwürfe gegen die gewalttätigen Demonstranten: "Doch der französische Pass scheint ihnen völlig egal zu sein. Ich bin sogar überzeugt, dass sie Frankreich hassen."

Der frühere Arsenal-Star zeigt sich besonders über die Angriffe auf Einsatzkräfte und die Zerstörungen erschüttert. Gleichzeitig spricht er den Opfern der Ausschreitungen sein Mitgefühl aus.

"Es ist immer das gleiche Vorgehen: Sie treten vermummt auf – denn Feigheit ist das, was sie alle verbindet", kritisiert Petit.

Die Proteste, die ursprünglich von Schülern ausgingen, haben sich mittlerweile zu landesweiten Unruhen ausgeweitet. Laut dem Bericht der deutschen "Sport Bild" nahm die französische Polizei allein am Samstag 2.397 Personen fest.

Doch nicht nur die Gewalttäter bekommen ihr Fett weg. Auch mit der französischen Politik geht der Weltmeister hart ins Gericht. "Es ist kein Geld da für die Polizei, kein Geld für die Armee, kein Geld für Krankenhäuser, kein Geld für Schulen; es ist für niemanden Geld da – außer für euch, die Politiker", wettert der 56-Jährige.

Zum Abschluss richtet Petit einen emotionalen, aber auch umstrittenen Appell an seine Landsleute. Er betont seine Liebe zu Frankreich und erklärt, dass er auch Menschen aus anderen Ländern willkommen heiße, sofern sie sich integrieren wollten.

Gleichzeitig fordert er Menschen, die seine Vorstellung von Frankreich nicht teilen, mit drastischen Worten auf, das Land zu verlassen: "Geht dorthin zurück, wo ihr hergekommen seid. Wir brauchen euch nicht."

red, 20.10.2026, 12:36
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