Wer am Freitag rund um das Grazer Landesgericht für Strafsachen unterwegs ist, könnte sich über die starke Polizeipräsenz wundern. Grund dafür ist eine große Einsatzübung, bei der unter anderem das Einsatzkommando Cobra den Ernstfall probt.
Die Übung startet gegen Mittag und dauert laut Gericht bis in den späten Nachmittag. Das Gerichtsgebäude in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße bleibt währenddessen geschlossen.
An der "komplexen Übung" sind zahlreiche Einsatzorganisationen beteiligt. Neben dem Einsatzkommando Cobra nehmen die Landespolizeidirektion Steiermark, der Österreichische Wachdienst, das Österreichische Rote Kreuz, die Stadt Graz, das Landesgericht für Strafsachen Graz, die Staatsanwaltschaft Graz und die Justizanstalt Graz-Jakomini teil.
Rund um das Gericht ist deshalb mit verstärkter Polizeipräsenz und auch mit erhöhtem Lärm zu rechnen.
Für die Dauer der Übung bleiben das Landesgericht und die Staatsanwaltschaft Graz für den Parteienverkehr geschlossen. Auch Verhandlungen finden während dieser Zeit nicht statt.
Die Einsatzübung ist eine Premiere: Nach Informationen der Einsatzgruppe Cobra wird erstmals eine Übung in diesem Umfang am Grazer Straflandesgericht durchgeführt.
Voraussichtlich gegen 17 Uhr soll im Anschluss öffentlich Bilanz über die Übung gezogen werden.