Über die Stranzinger Logistik Service GmbH in Eberschwang (Bez. Ried im Innkreis) wurde das Sanierungsverfahren eröffnet. Das 2014 gegründet Unternehmen ist im Bereich des Warentransports tätig. Die Innviertler Firma betreibt neben dem Hauptsitz mehrere Standorte, darunter in Ort (Bez. Ried im Innkreis) und in Brunnenthal (Bez. Schärding).
Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) verlor Stranzinger in den Jahren 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie seinen Hauptkunden. Dieser hatte davor 85 bis 90 Prozent des Umsatzes ausgemacht. Zusätzlich führten weitere wirtschaftliche Belastungen wie der Ukraine-Krieg zu einem "starken Auftragsrückgang", teilt der AKV mit.
Außerdem bliebt die Zusammenarbeit mit einem neuen Geschäftsführer zur Kundengewinnung ohne Erfolg. Trotz finanzieller Unterstützung durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und einen Corona-Kredit sei der ökonomische Umschwung nicht erreicht worden.
Von der Pleite sind 23 Mitarbeiter betroffen: 10 Angestellte und 13 Arbeiter. Die Höhe der Schulden beträgt rund 4 Millionen Euro. Dem steht ein Vermögen von zirka 188.000 Euro gegenüber.
Laut AKV soll die Firma weitergeführt werden. Man strebt eine Entschuldung mithilfe eines Sanierungsplans an.