Schuhgröße

Leidest du am Cinderella-Komplex? Daran erkennst du es

Deine Schuhgröße bleibt nicht immer gleich – warum sich Füße im Laufe des Lebens verändern können, erklärt eine Podologin.
Heute Life
09.09.2026, 17:33
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Viele Menschen gehen beim Schuhkauf automatisch von ihrer bekannten Schuhgröße aus. Doch tatsächlich kann sich die Größe der Füße im Laufe des Lebens verändern – oftmals unbemerkt. Wer weiter alte Größen trägt, steckt womöglich im sogenannten Cinderella-Komplex: Die Füße werden in zu kleine Schuhe gezwängt, weil sie früher einmal gepasst haben.

Warum verändern sich Füße überhaupt?

"Der Fuß ist eine komplexe Struktur, da kann sich vieles verändern", sagt Podologin Fabienne Ramseier zu "20 Minuten". Besonders im Alter verliert das Bindegewebe an Straffheit, da der Körper weniger Kollagen produziert. Das betrifft auch die Füße. Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Arthrose, Arthritis, Gicht oder Fibromyalgie können zusätzlich zu Veränderungen der Gelenke führen. Meist treten diese Veränderungen ab etwa 45 bis 50 Jahren auf, wobei es keine feste Grenze gibt. Auch Schwangerschaft, Gewichtsschwankungen und hormonelle Umstellungen können Auswirkungen haben.

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In der Schwangerschaft etwa lockert das Hormon Relaxin Bänder und Sehnen, während Gewichtszunahme das Fußgewölbe belastet. Oft bleibt eine größere Schuhgröße nach der Schwangerschaft bestehen. In den Wechseljahren kann der sinkende Östrogenspiegel den Kalziumstoffwechsel beeinflussen und das Fußgewölbe schwächen, was zu Ermüdungsbrüchen führen kann. Frauen sind wegen dieser Faktoren häufiger betroffen.

Hohe Schuhe und zu enge Modelle – das droht deinen Füßen

High Heels verlagern das Körpergewicht auf den Vorfuß und können langfristig Fußdeformitäten wie einen Hallux valgus begünstigen. Zu kleine oder zu enge Schuhe schränken die Beweglichkeit von Muskeln und Gelenken ein. Die Folgen reichen von Druckstellen und Hühneraugen bis zu Fehlstellungen der Zehen und schmerzhaften Veränderungen beim Gehen.

Schlecht sitzende Schuhe können zudem den Gang beeinflussen. Wird dem Fuß beim Abrollen nicht genügend Platz gegeben, werden andere Muskeln beansprucht, und das kann zu Verspannungen und Schmerzen im Bein- und Rumpfbereich führen.

Wann solltest du deine Füße kontrollieren?

Ramseier empfiehlt, die Füße regelmäßig zu kontrollieren und auf Druckstellen, Verfärbungen sowie verdickte oder eingewachsene Nägel zu achten. Sowohl zu enge als auch zu weite Schuhe können Probleme bereiten. Deshalb sollte die Länge und Breite der Füße mindestens einmal jährlich gemessen werden – und Schuhe gewechselt werden, wenn sie nicht mehr passen. Der Mythos, dass sich zu kleine Schuhe einlaufen lassen, stimme laut der Expertin nicht.

red,09.09.2026, 17:33