Darum könnte Kickl nach der Wien-Wahl FPÖ-Chef werden

FPÖ-Chef Norbert Hofer und Herbert Kickl bilden (noch) eine Art Doppelspitze.
FPÖ-Chef Norbert Hofer und Herbert Kickl bilden (noch) eine Art Doppelspitze.picturedesk.com
Kommt es zum Desaster bei der Wien-Wahl, könnten schwere FPÖ-Turbulenzen folgen. Sogar ein Obmann-Wechsel steht im Raum.

"Heute"-Leser wissen es bereits: Fragt man blaue Wähler, wünschen sich nur 25 Prozent Dominik Nepp als Wiener FPÖ-Chef. Herbert Kickl, Ex-Innenminister und nunmehriger Klubchef im Parlament, kann deutlich mehr punkten: Ganze 50 Prozent der FPÖ-Wähler wünschen sich ihn an der Spitze der Landesgruppe. Der Ex-Innenminister ist beliebt in der Basis und bildet eine Hälfte des Führungsduos der Partei neben Norbert Hofer. Der Parteichef, gleichzeitig auch Dritter Nationalratspräsident, übernimmt die freundlichere, verbindende Rolle. Wie der "Kurier" schreibt, könnte sich sein politisches Schicksal bei der Wien-Wahl am 11. Oktober entscheiden.

Wackelt Hofers Sessel?

Der FPÖ steht ein Desaster bevor. Nach Ibiza- und Spesen-Affäre droht den Blauen laut einer aktuellen Umfrage von "Heute" und ATV die Einstelligkeit mit 9 Prozent. Ein gehöriger Dämpfer, im Jahr 2015 holten sie Platz zwei mit 30,8 Prozent der Stimmen. Wie der "Kurier" berichtet, soll offenbar nicht Dominik Nepp seinen Kopf für den Verlust von zwei Drittel der Wählerstimmen herhalten müssen. "Wenn die FPÖ-Wien unter zehn Prozent fällt, löst das ein Erdbeben aus", zitiert die Zeitung einen FPÖ-Insider.

Konkret sollen Parteifreunde aus den Bundesländern in diesem Szenario Druck auf Hofer ausüben, als FPÖ-Chef abzutreten. Denn die Lage ist durchaus gefährlich, sagt ein Insider. Zerbröselt die Partei nach der Wahl noch weiter, würden weitere Überläufer drohen: "Jeder, der glaubt, dass er von der Partei nicht gut genug gereiht wurde, um sein Mandat zu behalten, läuft dann zu Strache über, um dort sein Glück zu versuchen."

Kickl als Wunschkandidat

Die Idee: Mit einem Obmannwechsel könnte man die FPÖ stabiliseren. Bis ein passender junger Parteichef gefunden wird, wünschen sich laut "Kurier" viele Blaue Herbert Kickl als Übergangskandidaten. Dieser soll sich aber nicht sonderlich um den stressigen Posten reißen. Der passionierte Sportler lege mittlerweile viel Wert auf Lebensqualität, heißt es.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account lu Time| Akt:
Wien-WahlWienPolitikFPÖNorbert HoferHerbert Kickl

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen