ÖSV-Überflieger Stephan Embacher sorgt erneut für Aufmerksamkeit: Der Olympiasieger startet bei der Junioren-WM in Lillehammer. Dabei geht es für den Tiroler nicht nur um Edelmetall, sondern auch um einen strategisch wichtigen Vorteil für Österreich im Weltcup.
Der 20-Jährige zählt zu den großen Shootingstars dieses Winters. Spätestens seit seinem Olympia-Gold im Super-Team-Bewerb gemeinsam mit Jan Hörl ist Embacher im Skisprung-Weltcup eine feste Größe. Zuletzt sorgte er auch beim Skifliegen am Kulm mit zwei zweiten Plätzen für Aufsehen.
Im ÖSV-Team wird Embacher wegen seines jungen Alters noch immer scherzhaft "Bambi" genannt. Doch längst hat sich der Tiroler in der Weltspitze etabliert und gehört zu den wichtigsten Athleten im Team.
Trotz seiner Erfolge im Weltcup kehrt Embacher nun noch einmal auf die Junioren-Bühne zurück. In Lillehammer kämpft er um eine dritte Einzel-Goldmedaille nach seinen Titeln 2024 und 2025 ein Erfolg, der ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern würde.
Noch wichtiger ist der Bewerb jedoch für den Österreichischen Skiverband. Gewinnt Embacher bei der Junioren-WM eine Medaille, würde Österreich für die Saison 2026/27 einen zusätzlichen sechsten Startplatz im Weltcup erhalten.
Dass Embacher überhaupt im Weltcup starten konnte, verdankte er bereits seinem Junioren-WM-Titel aus dem Vorjahr. Die Konkurrenz im österreichischen Team ist so groß, dass selbst starke Leistungen keine Garantie für einen Startplatz sind.
In Lillehammer wartet allerdings starke Konkurrenz. Besonders der Pole Kacper Tomasiak, selbst mehrfacher Olympia-Medaillengewinner im Nachwuchsbereich, gilt als einer der größten Rivalen des Tirolers.