Es war fast vier Zentimeter dick, wog knapp 400 Gramm und kostete stolze 19.000 Schilling, umgerechnet rund 1.400 Euro: Der Nokia 9000 Communicator kam am 15. August 1996 auf den Markt und gilt als Urahn aller heutigen Smartphones.
Das Gerät aus Finnland ließ sich wie ein Mini-Laptop aufklappen und offenbarte eine computerähnliche Tastatur sowie ein Schwarz-Weiß-Display. Mit dem Communicator konnte man Faxe und E-Mails senden, hatte Zugang zu Adressbuch und Terminkalender – echte Revolutionen für damalige Verhältnisse.
"Das war nichts, was normale Leute in ihrem Alltag benutzt haben, sondern vor allem Manager und Führungskräfte", heißt es auf "heise.de". Das Gerät war ein echtes Statussymbol.
Auf einer Messe in Las Vegas wurde selbst Microsoft-Gründer Bill Gates auf den Communicator aufmerksam. Erst schickte er ein kleines Team an den Nokia-Stand, am nächsten Tag kam er persönlich. Daraufhin kaufte die IT-Abteilung von Microsoft eine ganze Menge der Geräte.
Die 90er-Jahre waren eine Erfolgsgeschichte für Nokia – die Marke wurde zum Synonym für Handys.
Doch als Apple 2007 das erste iPhone mit Touchscreen präsentierte, verpassten die Finnen den Anschluss. Trotzdem sind sie in Finnland bis heute stolz auf ihren Klotz, der alles verändert hat.
Wer noch einen Nokia 9000 Communicator in der Schublade hat, kann sich freuen: Auf Verkaufsplattformen erzielen die Geräte heute noch Preise von über 500 Euro.