Wer im Urlaub essen geht, erwartet meist keine bösen Überraschungen auf der Rechnung. Doch genau das passierte der italienischen Influencerin Carlotta Roncara nach einem Abendessen in einem Nobelrestaurant in Forte dei Marmi in der Toskana.
Nach dem Bezahlen entdeckte sie auf der Rechnung einen zusätzlichen Posten: 48,10 Euro waren als "freiwilliger Beitrag" von 10 Prozent ausgewiesen. Bei einer Gesamtrechnung von über 500 Euro für ihre Gruppe machte das einiges aus.
Wie die italienische Zeitung "Il Mattino" berichtet, rief Carlotta im Restaurant an und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Dort wurde ihr erklärt, es handle sich um ein automatisches Trinkgeld von zehn Prozent.
Die Influencerin zeigte sich empört: "Wenn ich "freiwilliger Beitrag" lese, muss er mir angeboten werden." Zudem betonte sie: "Als Kunden haben wir das Recht, genau zu wissen, wofür wir bezahlen." Ihr Video auf Instagram erreichte bereits Millionen Klicks.
Der Hoteldirektor äußerte sich später zu dem Vorfall. Das System sei vor rund 18 Monaten eingeführt worden, um Trinkgelder fair auf Service und Küche zu verteilen.
Der Beitrag sei weder verpflichtend noch fix – Gäste könnten ihn jederzeit streichen, hieß es außerdem.
Im konkreten Fall schließt er jedoch ein Kommunikationsproblem nicht aus: "Offenbar ist unsererseits etwas untergegangen, oder es gab ein Missverständnis." In Italien ist Trinkgeld grundsätzlich freiwillig – ein Blick auf die Rechnung vor dem Bezahlen lohnt sich also.