Damit hat wirklich niemand gerechnet: RTL verpasst dem Dschungelcamp zum Auftakt der 19. Staffel ein radikales Makeover. Statt gemeinsamer Ankunft und Gruppenkuscheln heißt es ab Freitag: Trennung, Konkurrenz und Überlebenskampf im Busch.
Die zwölf Kandidaten ziehen nämlich nicht mehr gemeinsam in ein einziges Camp, sondern werden in zwei Gruppen gesplittet. Sieben Stars landen im größeren Hauptcamp, fünf müssen ins deutlich ungemütlichere Nebenlager mit dem Namen "Snake Rock". Und der Name ist Programm: weniger Platz, weniger Komfort, kaum Wasser. Dafür mehr Gestank, mehr Gereiztheit und schneller eskalierende Nerven.
Während im Hauptcamp noch halbwegs akzeptable Bedingungen herrschen, müssen sich die Bewohner von "Snake Rock" mit deutlich härteren Umständen herumschlagen: Getrennte Feuerstellen, getrennte Essensrationen, getrennte Welten. Was das bedeutet? Weniger Waschen, mehr Frust und ein explosives Konfliktpotenzial.
Auch die Teamaufteilung steht bereits fest, wie die "Bild" berichtet: In "Snake Rock" kämpfen Samira Yavuz, Simone Ballack, Stephen Dürr, Hubert Fella und Nicole Belstler-Boettcher ums Durchhalten. Im Hauptcamp wohnen Ariel, Umut Tekin, Patrick Romer, Eva Benetatou, Gil Ofarim, Mirja du Mont und Hardy Krüger Jr.
Optisch setzt RTL ebenfalls auf klare Trennung: Statt dem klassischen altbekannten Khaki bekommen die Teams unterschiedliche Outfits, damit die Zuschauer sofort erkennen, wer zu welchem Lager gehört. Der Fokus liegt diesmal stärker auf Teamgeist und damit automatisch auch auf Reibung, Taktik und Streit.
Auch bei den Prüfungen wird alles neu gedacht: Statt "alle für einen" heißt es nun Team gegen Team. Wer gewinnt, darf sich über Sterne und ordentliches Essen freuen. Wer verliert, muss mit Reis und Bohnen Vorlieb nehmen. Hunger als zusätzlicher Brandbeschleuniger für Emotionen. Irgendwie.
Der Hintergrund: In den letzten Jahren wurde das Camp vielen Fans zu brav. Weniger Eskalation, weniger echte Konflikte, mehr Lagerfeuer-Therapie. Mit der neuen Struktur will RTL das Format wieder schärfer, härter und unberechenbarer machen.
Ganz neu ist die Idee übrigens nicht: Schon 2016 und 2017 experimentierte der Sender mit geteilten Lagern. Der Unterschied diesmal: Die Umsetzung soll konsequenter und intensiver ausfallen. Wie lange die Trennung bestehen bleibt? Streng geheim. Fix ist nur: Sobald wieder alle in einem Camp landen, läuft das Spiel wieder im klassischen Modus weiter.