Ein lautes Grollen, wackelnde Häuser und erschrockene Bewohner: Im Großraum Innsbruck bebte am Samstagvormittag mehrere Sekunden lang die Erde. Das Erdbeben erreichte laut GeoSphere Austria eine Magnitude von 3,8.
Die Erdstöße wurden um exakt 9.56 Uhr registriert. Das Epizentrum lag südöstlich von Innsbruck im Bereich Aldrans/Sistrans. Die Herdtiefe wurde mit fünf Kilometern angegeben.
Das Beben war in der Region deutlich zu spüren. Auch aus dem angrenzenden Mittelgebirge gab es Berichte über stark wackelnde Gebäude.
"Das ganze Haus hat gewackelt, ich dachte, jetzt bricht alles gleich zusammen", berichtete ein Zeuge gegenüber der "Kronen Zeitung".
Auch ein weiterer Bewohner wurde von den Erdstößen überrascht: "Es war wirklich unheimlich. Im ersten Moment bin ich richtig erschrocken", erzählt er der Tageszeitung.
Aus Patsch wurde berichtet, dass manche Menschen sogar ihre Häuser verließen und auf die Straße liefen, weil die Gebäude so stark wackelten, berichtet die "Krone".
GeoSphere Austria weist darauf hin, dass bei einem Beben dieser Stärke auch Schäden möglich sind. "Bei Erdbeben dieser Magnitude können vereinzelt leichte Schäden auftreten", heißt es vonseiten der GeoSphere Austria.
Bereits einige Stunden zuvor hatte es in Tirol ein schwächeres Erdbeben gegeben. Der Österreichische Erdbebendienst registrierte gegen 6.35 Uhr ein Beben in der Region Hall in Tirol.
Das erste Beben am frühen Samstagmorgen erreichte eine Stärke von 1,6.