Nach dem verheerenden Brand einer Lagerhalle neben der Südosttangente müssen Autofahrer weiterhin mit massiven Verkehrsbehinderungen rechnen. Wie im Laufe des Tages bekannt wurde, wird die Teilsperre der A23 das ganze Wochenende über aufrecht bleiben. Betroffen ist die Strecke zwischen dem Knoten Kaisermühlen und dem Stadlauer Tunnel.
Grund dafür ist die beschädigte Lagerhalle. Laut einem Statiker besteht Einsturzgefahr. Jetzt wird geprüft, ob das Feuer auch die Statik des betroffenen Autobahnabschnitts beeinträchtigt hat.
"Wir müssen aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen hundertprozentig sicher sein, dass während der Abrissarbeiten keine Teile der Halle auf die Fahrbahn stürzen können", erklärte ASFINAG-Sprecher Andreas Steindl gegenüber dem ORF. Erste Abbrucharbeiten sollen noch am Samstag beginnen.
Währenddessen laufen die Löscharbeiten weiter. Nach Angaben der Wiener Feuerwehr sind weiterhin 32 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen vor Ort, um verbliebene Glutnester zu bekämpfen. Bei der betroffenen Halle handelt es sich um einen Abfallverwertungsbetrieb.
Der Brand war am Freitagabend ausgebrochen und sorgte für eine weithin sichtbare Rauchsäule. Gegen 18 Uhr wurde Alarmstufe vier ausgerufen. Insgesamt standen 120 Feuerwehrleute mit 31 Fahrzeugen im Einsatz. Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf gelagerten Sondermüll zu verhindern. Die Löscharbeiten wurden durch die enorme Brandlast, die starke Rauchentwicklung und die Größe des Gebäudes erschwert.
Gegen 21 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Menschen befanden sich beim Brandausbruch offenbar nicht in der Halle. Laut Wiener Berufsrettung wurde niemand verletzt. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist derzeit noch unklar.