Koffer voller Cannabis, Giftschlangen und Millionen Zigaretten – bei der Zollbilanz 2025 wurden am Flughafen Wien brisante Zahlen präsentiert. Die Botschaft der Verantwortlichen: Schmuggel lohnt sich nicht, im Vorjahr gab es mehr als 5.000 Aufgriffe. "Heute"-Reporterin Florentina hat sich vor Ort am Flughafen Wien selbst ein Bild gemacht.
Laut Zoll-Dienststellenleiterin Antia Csenar zählen Giftschlangen zum bisher gefährlichsten Fund. Neben verbotenen oder nicht angemeldeten Waren stoßen die Beamten – etwa 220 sind am Flughafen tätig – immer wieder auf Tiere und geschützte Arten. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 57 Tiere aufgegriffen.
Auch Drogen werden in großen Mengen geschmuggelt. Im vergangenen Jahr stellten die Beamten mehr als 176 Kilogramm Suchtgift und 2.531 Tabletten sicher. Laut Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner war der größte einzelne Fund ein Koffer voller Cannabis. Um solche Schmuggelware aufzuspüren, erhalten die Zöllner tierische Unterstützung.
Zwei Hunde sind am Flughafen Wien im Einsatz. Einer davon, Milo, ist auf das Aufspüren von Bargeld spezialisiert. Beide Vierbeiner sind zudem auf Drogen trainiert.
Die Behörden warnen auch vor klassischen Urlaubsfehlern. Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl machte deutlich, dass Reisende keine Muscheln, Korallen oder Obst wie Orangen aus dem Urlaub mitbringen sollten. Solche Souvenirs können bei der Einreise zu Problemen führen.
In einem Punkt sind sich alle Verantwortlichen einig: Vor der Reise sollte man sich genau informieren. Wer Regeln missachtet oder bewusst schmuggelt, riskiert nicht nur die Beschlagnahmung der Ware, sondern auch hohe Strafen. Am Ende lohnt sich Schmuggel nie.