Wiener Autofahrer betroffen

Ab Juli drohen Strafen – Frist für Parkscheine endet

Für viele Wiener Autofahrer endet mit Monatsende eine wichtige Frist. Alte Parkscheine sind nur mehr bis 30. Juni verwendbar.
Newsdesk Heute
28.06.2026, 05:08
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Für Autofahrer in Wien läuft eine wichtige Frist ab: Alte Parkscheine zum früheren Tarif dürfen nur noch bis 30. Juni 2026 verwendet werden. Danach sind sie ungültig – wer sie trotzdem nutzt, riskiert eine Verwaltungsstrafe.

Seit 1. Jänner 2026 kostet Parken in Wien 1,70 Euro pro halbe Stunde. Für bereits gekaufte Parkscheine zum alten Preis gab es eine Übergangsfrist. Diese endet nun mit Monatsende.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Appell an Parkraumüberwachung

Betroffen sind alle, die ihr Auto in einem Wiener Bezirk abstellen, für den sie kein gültiges Parkpickerl haben. Sie sollten rechtzeitig prüfen, ob sie noch alte Parkscheine im Auto, in der Geldbörse oder zu Hause liegen haben.

Der ÖAMTC warnt davor, dass viele Restbestände auch nach Fristende noch im Umlauf sein könnten. "Erfahrungsgemäß befinden sich auch nach Ablauf der Übergangsfrist noch alte Parkscheine in Fahrzeugen, Geldbörsen oder Haushalten. Deshalb appellieren wir an die Parkraumüberwachung, in den ersten Wochen nach Fristablauf Augenmaß walten zu lassen und zunächst auf Information und Verwarnungen zu setzen, anstatt sofort Strafen zu verhängen", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler.

Kritik an wertlosen Parkscheinen

Kritik übt der Mobilitätsclub daran, dass nicht verwendete Parkscheine nach Ablauf der Frist praktisch wertlos werden. Eine einfache Umtauschmöglichkeit gegen Aufzahlung auf den neuen Tarif gibt es aus Sicht des ÖAMTC weiterhin nicht.

"Die Stadt Wien verweigert nach wie vor eine unkomplizierte Möglichkeit, alte Parkscheine gegen Aufzahlung auf den aktuellen Tarif umzutauschen. Wer nach Ablauf der Frist noch Restbestände hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Das ist aus Konsument nicht nachvollziehbar", hält Nagler fest.

Der ÖAMTC fordert die Stadtregierung daher erneut auf, eine rechtliche Grundlage für einen Umtausch zu schaffen. "Niemand erwartet, dass alte Parkscheine unbegrenzt gültig bleiben. Es sollte aber möglich sein, den Differenzbetrag aufzuzahlen und vorhandene Parkscheine weiterzuverwenden. Das wäre eine faire und praktikable Lösung für die Betroffenen", so Nagler.

Hohe Parkgebühren

Gleichzeitig verweist der Mobilitätsclub auf die allgemein steigenden Mobilitätskosten. Die höheren Parkgebühren seien Teil einer Entwicklung, bei der in den vergangenen Jahren zahlreiche Gebühren und Tarife angehoben wurden.

"In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Gebühren und Tarife erhöht. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sollten solche Erhöhungen besonders sorgfältig abgewogen und nachvollziehbar begründet werden. Mobilität ist ein Grundbedürfnis und darf nicht schrittweise zu einem immer größeren Kostenfaktor werden", betont der Verkehrsexperte.

Pickerl und Öffis ebenfalls betroffen

Nagler nennt in diesem Zusammenhang auch das Parkpickerl. Dessen Preis wurde um rund 30 Prozent von zehn auf 13 Euro erhöht. Dazu kommen Tariferhöhungen im öffentlichen Verkehr, von denen besonders Senior und Student betroffen sind. Für sie stiegen die Preise teils um bis zu 40 Prozent.

Beim ÖAMTC sorgen diese Maßnahmen weiter für Kritik. "Wer mehr Menschen für nachhaltige Verkehrsmittel gewinnen möchte, sollte nicht primär auf Gebührenerhöhungen setzen – schon gar nicht zu Lasten jener Gruppen, die ohnehin besonders preissensibel sind", kritisiert Nagler.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.06.2026, 05:08
Jetzt E-Paper lesen