Wer sich gerade in Warteposition befindet – für einen Job, einen Partner, eine Entscheidung – greift gerne zu jedem Strohhalm, um zu erfahren, wie die ungewisse Situation ausgehen wird.
Man muss sich in Geduld üben, obwohl man sein Glück gerne selbst in die Hand nehmen würde. Aber man kann einen Arbeitgeber ebenso wenig dazu zwingen, Ja zu sagen, wie einen Mann oder eine Frau. Man möchte Entwicklungen gerne beschleunigen, muss aber dem Tempo vertrauen, das Veränderungen eben wählen. Bis man endlich Gewissheit hat, suchen viele deshalb gerne nach Zeichen.
Ich schreibe wöchentlich über das Thema Liebesleben. Was beschäftigt dich gerade besonders? Maile mir gerne an [email protected].
Scheinbar Alltägliches wird plötzlich zum Wegweiser in die Zukunft. Ein Lied, das gerade dann läuft, wenn man an einen bestimmten Menschen denkt, gibt einem plötzlich die erhoffte Antwort. Ein Schmetterling, eine seltsame Wolkenformation, ein Filmtitel – alles kann gedeutet werden, wenn man sich unsicher ist, was kommt. Verlässliche Orakel sind diese Zeichen nicht, aber sie sind dennoch Gradmesser der eigenen Wünsche. Daraus kann eine unerwartete Klarheit darüber entstehen, was man eigentlich wirklich will. Und selbst, wenn dann alles ganz anders wird, als erwartet, hat man etwas über sich gelernt.