Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist zurück – und wie. Zwei Monate lang konnte er nach seiner Kehlkopf-OP überhaupt nicht sprechen, jetzt hat er eine neue Prothese und eine neue Stimme.
Erst vor wenigen Tagen nutzte er diese, um hart mit seiner eigenen Partei, der SPÖ, ins Gericht zu gehen. Sie habe massiv an Vertrauen verloren, "dümpele" bei 15 Prozent (oder gar darunter) herum und entwickele sich in Richtung "Kleinstpartei". Einen Verantwortlichen dafür hat er auch schon gefunden.
Denn nun schießt er im Ö1-Sommerinterview hart gegen Partei-Chef Andreas Babler. Erneut auf die desaströsen Umfragewerte angesprochen, sagt er: "Da kann man nicht zur Tagesordnung übergehen. Da muss etwas geschehen."
"Da ist Feuer am Dach. Das ist jämmerlich, dieser Zustand, und da brauchen wir Antworten."
Die SPÖ müsse pointiertere Politik machen, um ihre Werte zu vermitteln und Glaubwürdigkeit zu erlangen. "Aber das ist die Aufgabe des Parteivorsitzenden. Und wenn er dieser Aufgabe nicht gewachsen ist, dann muss er die Konsequenzen ziehen." Doskozils Aufgabe jedenfalls liege hier im Burgenland.