"Nicht darauf ausgerichtet"

Das ist Rangnicks Österreich-Plan gegen Kosovo

Für das Duell mit dem Kosovo plant Ralf Rangnick Änderungen – und könnte auch einem ÖFB-Neuling seine Chance geben. Das ist der Plan.
Sport Heute
04.10.2026, 14:23
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Im ausverkauften Stadion von Prishtina wartet am Sonntag ein echter Härtetest auf das ÖFB-Team. Knapp 13.000 Zuschauer werden dabei sein – dazu kommt ein Gegner, der vor eigenem Publikum nur schwer zu knacken ist: Von den vergangenen elf Heimspielen verlor der Kosovo nur eines.

Ralf Rangnick erwartet deshalb eine deutlich schwierigere Partie als beim 3:1 im Hinspiel. "Es kann sein, dass das Spiel länger unentschieden steht, dass man ein Stück Geduld braucht, dass es darum geht, dass man gewisse Dinge auch aushalten muss."

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ÖFB mit möglicher Vorentscheidung

Auch tabellarisch steht für Österreich einiges auf dem Spiel. Mit drei Punkten in Prishtina wäre der Kosovo in den beiden letzten Runden im November nicht mehr in der Lage, das ÖFB-Team zu überholen. Verliert Irland anschließend gegen Israel nicht, wäre Österreich zumindest Platz zwei bereits sicher.

Damit hätte die Rangnick-Elf nicht nur das Aufstiegs-Play-off in der Tasche, sondern auch einen Platz in Topf zwei bei der Auslosung der EM-Qualifikation. Selbst mit einem Remis würde Österreich als Tabellenführer ins November-Double gehen. Auf ein Unentschieden spielen will Rangnick dennoch nicht.

"Natürlich wäre es aus unserer Sicht wichtig und toll, wenn wir den Lehrgang mit einem Sieg abschließen könnten", sagt der Teamchef. Das oberste Ziel sei zwar, nicht zu verlieren. Gleichzeitig stellt Rangnick klar: "Aber unsere Spielweise ist nicht darauf ausgerichtet, auf Unentschieden zu spielen."

Rangnick-Liebling droht Bank-Platz

Personell wird Rangnick im Vergleich zum 2:2 gegen Irland umbauen. Eine Entscheidung steht bereits fest: Alexander Schlager kehrt ins ÖFB-Tor zurück. Florian Wiegele, der in Dublin sein zweites Länderspiel absolvierte, muss wieder auf die Bank.

Spannend wird es im zentralen Mittelfeld. Xaver Schlager und Nicolas Seiwald waren zuletzt gesetzt, nach seinem Comeback in Irland drängt nun aber auch Konrad Laimer zurück in die erste Elf.

Offen ist auch, wer ganz vorne beginnt. Rangnick entscheidet zwischen Michael Gregoritsch und Junior Adamu. Im Hinspiel durfte Adamu als Solospitze ran und erzielte beim 3:1 sein erstes Länderspieltor. Sasa Kalajdzic wird dagegen zunächst auf der Bank Platz nehmen. "Sasa Kalajdzic wird sicher nicht von Anfang an spielen", kündigt Rangnick an.

Bacher könnte ÖFB-Debüt feiern

Eine weitere Änderung könnte es in der Defensive geben. Felix Bacher wartet noch auf sein Debüt im Nationalteam. Der Stammspieler von Olympique Lyon hat Rangnick in den vergangenen Tagen offenbar überzeugt.

"Er macht einen sehr fokussierten, aber auch bodenständigen Eindruck", sagt der Teamchef. Nicht nur sportlich, auch innerhalb der Mannschaft habe sich der Tiroler gut eingefügt. Rangnick lässt deshalb aufhorchen: "Es ist gut möglich, dass er zum Einsatz kommt."

red,Akt. 04.10.2026, 14:51, 04.10.2026, 14:23
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