Wien feiert den 1. Mai. Doch was für Tausende ein Feiertag ist, wird für Autofahrer zur Geduldsprobe.
Unter dem Motto "Wien schafft Zukunft" verwandelt die SPÖ Wien den Rathausplatz in eine riesige Bühne. Schon ab den frühen Morgenstunden strömen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen 23 Bezirken sternförmig Richtung Innenstadt. Umleitungen und Verzögerungen sind auf den wichtigsten Zufahrtsrouten praktisch garantiert. Die große Kundgebung findet ab 9 Uhr statt. Es sprechen unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und SPÖ-Chef Andreas Babler.
Auch andere Parteien sorgen für zusätzliche Menschenmengen. Die KPÖ Wien zieht mit einem Maiaufmarsch von der Albertina bis zum Parlament durch die Innenstadt, während die Grünen rund um den Praterstern Aktionen setzen.
Bereits ab 07:45 Uhr ist der Ring zwischen Urania und Universität wegen der Maiaufmärsche gesperrt. Danach ist er ab etwa 10:00 bis 13:30 Uhr zwischen Stadiongasse und Universität nicht befahrbar.
Querungsmöglichkeiten gibt es beim Schwarzenbergplatz-Schwarzenbergstraße, der Kärntner Straße, der Operngasse und der Währinger Straße. Der ÖAMTC empfiehlt, großräumig über den Gürtel oder den Donaukanal auszuweichen.
Bei Straßenbahnen und Bussen kommt es zu Umleitungen und Kurzführungen. Die Straßenbahnlinien 1, 2, 71 und D werden ab etwa 7:30 Uhr kurz geführt. Ebenso kann es zwischen 07:30 und 10:00 Uhr in allen Wiener Bezirken durch Aufmärsche in Richtung Ringstraße zu Umleitungen und Kurzführungen bei den Öffis kommen.
Am Nachmittag verlagert sich das Geschehen dann in den Wiener Prater, wo das große Maifest von 11 bis 22 Uhr Tausende Besucherinnen und Besucher anzieht. Vor allem rund um Praterstern und Hauptallee kommt es erfahrungsgemäß zu massiven Staus, überfüllten Straßen und langen Verzögerungen.
Außerdem startet um 14.30 Uhr die "MayDay"-Demo beim Christian-Broda-Platz im 6. Bezirk. Die Route führt unter anderem über Mariahilfer Straße, Gürtel, Schönbrunner Straße und Längenfeldgasse bis in den Bereich Linsepark.
Um 17 Uhr startet außerdem eine Fahrrad-Demo am Votivpark. Es werden 500 bis 700 Teilnehmer erwartet. Die Route führt über die Landesgerichtsstraße und anschließend über den Gürtel bis zum Ring.