Bespuckt und beschüttet

Der Fan-Skandal bei Weimanns Rapid-Comeback

Einst von den Fans verhöhnt, bespuckt und beschüttet – jetzt kehrt Andreas Weimann zu seinem Jugendklub Rapid zurück.
Sport Heute
05.02.2026, 20:23
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Der verlorene Sohn kehrt nach 19 Jahren doch noch nach Hütteldorf zurück. Andreas Weimann bestritt 550 Spiele in den beiden höchsten englischen Fußballligen, etablierte sich zu einer echten Größe. Und soll jetzt das Offensivspiel der Grün-Weißen beleben. Nach dessen Abgang als 16-Jähriger nach England könnte es für den österreichischen Nationalspieler also doch noch ein Happy End mit seinem Jugendverein geben – und vor allem mit der Anhängerschaft, bei der er nach seinem Wechsel zu Aston Villa in Ungnade gefallen ist.

Verhöhnt, bespuckt und mit Bier beschüttet

Denn der Eigenbauspieler hat mit den Rapid-Anhängern eine düstere Vergangenheit. Zur Erinnerung: Nach seinem Wechsel nach England kehrte der damalige U21-Nationalspieler mit Aston Villa 2010 für ein Europa-League-Qualifikationsspiel nach Hütteldorf zurück. Was sich dann ereignete, sollte für lange Zeit ein düsteres Bild auf das Verhältnis von Weimann und den Fans seines Jugendvereins werfen.

Der damals 19-Jährige wurde beim Stand von 1:1 in der 80. Spielminute für Marc Albrighton eingewechselt. Wenige Minuten später verletzte sich der Angreifer bei einem Zweikampf mit Veli Kavlak schwer am Knöchel, musste in Minute 86 mit der Trage vom Platz gebracht werden. Anstatt ihren ehemaligen Jugendspieler mit Applaus zu verabschieden, gab es für Weimann Häme und Beleidigungen. Obendrein wurde der Stürmer von einigen Zuschauern bespuckt und mit Bier überschüttet – Weimann war vor dem harten Kern der Rapid-Fans vorbeigetragen worden.

Weimann enttäuscht, Rapid in Erklärnot

"Ich verstehe solche Leute nicht", erklärte ein enttäuschter Weimann damals über die Szenen bei seinem Abtransport. "Da ist es egal, ob ich Ex-Rapidler bin oder nicht."

Rapid musste daraufhin einmal mehr für das unrühmliche Verhalten seiner Fans geradestehen. Obwohl eigentlich logisch, wurde in einer Aussendung klargestellt: "Kein Spieler oder Betreuer einer Gastmannschaft darf von unseren Fans beschüttet, bespuckt, diskriminiert oder gar verletzt werden."

Besonders bitter sei der Vorfall, weil es sich bei Weimann um einen "Eigenen" handeln würde und in seiner Familie zahlreiche Rapid-Mitglieder und Abonnenten sind. "Das ist nicht zu tolerieren", war auf der Homepage zu lesen. „Wir entschuldigen uns aufrichtig bei der Familie Weimann.”

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.02.2026, 20:23
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