Fünf Jahre ohne echte Erholung - der Iran erlebt aktuell die schlimmste Dürre seiner Geschichte ("Heute" berichtete). Und laut einer neuen Studie ist der Hauptverursacher klar: der vom Menschen verursachte globale Klimawandel.
Die Initiative "World Weather Attribution" (WWA) hat den Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und extremen Wetterlagen untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Eine so langanhaltende und extreme Trockenperiode hätte es ohne fossile Emissionen kaum gegeben.
Laut der Studie wäre eine fünfjährige Dürre wie seit 2020 in einer klimatisch unbeeinflussten Welt nur alle 50 bis 100 Jahre aufgetreten - und wäre weit weniger extrem verlaufen. Heute hingegen sei sie keine Seltenheit mehr.
Zusätzlich zur Erderhitzung verschärfen auch hausgemachte Probleme die Lage: überlastete Wasserwirtschaft, ausgedehnte Landwirtschaft, schrumpfende Grundwasservorräte.
"Der Klimawandel stapelt Dürre auf Dürre", warnt Studienleiterin Mariam Zachariah vom Imperial College London. Ihre Kollegin Friederike Otto ergänzt: "Wenn beim Klimagipfel in Belém keine klaren Entscheidungen fallen, wird es weltweit noch mehr Wasserkrisen, Vertreibungen und wirtschaftliche Schäden geben."
Die Forscherinnen fordern deshalb ein rasches Ende fossiler Brennstoffe - nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern um akute Notlagen wie im Iran künftig zu verhindern. Fakt ist:
Schon jetzt leiden Millionen Menschen - und die Wasserkrise kennt keine Grenzen.