Durchwegs dicht bewölkt, windig, regnerisch und vor allem in den Alpen und im Süden des Landes leichter bis mäßiger Schneefall - so präsentiert sich das Wetter am Freitag, 21. November in Österreich. Eine bedrohliche Bauernregel zum Gedenktag Mariä Opferung sollte daher heuer nicht eintreffen.
Vor allem zwei alte Bauernregeln für den 21. November machten im Vorfeld hellhörig: "Mariä Opferung hell und rein, bringt einen harten Winter rein" und "Mariä Opferung klar und hell, naht ein strenger Winter schnell". Doch von "klar und hell" sind wir am heutigen Freitag weit entfernt - wie ein Blick aus dem Fenster bestätigen kann.
Ein besonders strenger und rasch eintretender Winter sollte uns aufgrund der unerfüllten Bauernregel also nicht bevorstehen - auch wenn die Temperaturen der kommenden Herbsttage laut Meteorologen frostig werden. Die 5-Grad-Grenze werde dabei nicht überschritten.
Am 21. November wird im katholischen Kirchenjahr "Mariä Opferung" (auch: Darstellung Mariens im Tempel) gefeiert. Dabei wird daran gedacht, dass Maria, die Mutter Jesu, als kleines Kind von ihren Eltern Joachim und Anna in den Tempel von Jerusalem gebracht und dort Gott geweiht wurde.
Ob die alten Bauern-Prophezeiungen nun exakt eintreffen oder nicht - die Bauernregeln sind faszinierende Beispiele für altes Wetterwissen. Die Prognosen rufen in Erinnerung, wie genau unsere Vorfahren ihre Umwelt beobachteten. Auch wenn die Wissenschaft skeptisch ist, bleibt der Bauernkalender ein interessantes, uraltes Wetter-Regelwerk.