Ab 3. November

Deswegen donnern bald Kampfjets über Österreich

Ab 3. November steigen Österreichs Eurofighter wieder zu Überschallflügen auf. Wo es laut werden könnte und welche Regionen ausgenommen sind.
30.10.2026, 11:41
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Wer vom 3. bis zum 13. November den österreichischen Luftraum beobachtet, könnte den ein oder anderen Kampfjet zu Gesicht bekommen. Einen Grund zur Beunruhigung gibt es allerdings nicht. Die Flüge finden im Rahmen des zweiten Überschalltrainings für Eurofighter-Piloten des Jahres statt.

An den Trainingstagen sind bis zu drei Überschallflüge zwischen 8 und 19 Uhr geplant. Das Fliegen im Überschallbereich gilt als fester Bestandteil des Trainings für Eurofighter-Piloten. Seitens des Bundesheeres wird betont, dass dies für eine "wirksame österreichische Luftraumüberwachung unerlässlich" sei.

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Diese Orte sind ausgenommen

Piloten sollen Szenarien trainieren, die im Simulator nicht vollständig nachgebildet werden können. Des Weiteren werde ein Fokus auf "die enge und zeitkritische Zusammenarbeit zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren sowie der militärischen und zivilen Flugsicherung" gelegt.

Stattfinden sollen die Überschallflüge nahezu im ganzen Bundesgebiet. Lediglich Ballungsräume sowie die Bundesländer Tirol und Vorarlberg sind ausgenommen. Die konkreten Fluggebiete würden in Abstimmung mit der zivilen Flugsicherung festgelegt werden. Um die Lärmbelastung gering zu halten, würden die Piloten in großen Höhen (über 12.500 Meter) fliegen.

Gleichzeitig würden die Beschleunigungsphasen der Eurofighter so kurz wie möglich gehalten werden. Zudem werde die Schallverteilung laufend dokumentiert. So soll die mehrfache Beschallung derselben Gebiete reduziert werden. Auch wenn Ballungsräume um Wien ausgenommen sind, könnten dort Flüge im Unterschallbereich stattfinden. An den Wochenenden werden zwischen 12 und 13 Uhr keine Überschallflüge durchgeführt.

Training "unverzichtbar"

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) betonte, dass dieses Training für die Luftstreitkräfte "unverzichtbar" sei. Die Ressortchefin wies darauf hin, dass die Eurofighter rund 50-mal pro Jahr alarmiert würden. Deswegen müsse "jeder Handgriff sitzen". Nur so könne die "Koordination in der Luft friktionslos funktionieren". Ihr zufolge sei die Wahrung der Lufthoheit für einen souveränen Staat zentral. Deswegen müssten die Piloten auch kontinuierlich im Überschallbereich trainieren.

Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei etwa 1.200 km/h. Wenn sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit nähert, entstehen Stoßwellen am Flugzeug. Diese können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Dessen Intensität sei von Flughöhe, Geländestruktur und Wetterbedingungen abhängig.

red, Akt. 30.10.2026, 11:45, 30.10.2026, 11:41
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