Folgenschwere Fehlentscheidung: Obwohl die Wienerin Monika in der Notaufnahme über starke Schmerzen klagte, wurde sie von einem Spital nach Hause geschickt. Nur wenig später sollte sich herausstellen: Das Krankenhaus hatte einen schweren Fehler begangen, der für Monika in einer Katastrophe hätte enden können.
In der Notaufnahme eines Wiener Spitals wollte sich Monika behandeln lassen. Ihre Unterbauchschmerzen waren so stark geworden, dass sie dringend medizinische Hilfe suchen musste. Vor Ort wurden ihre Symptome abgetan. Es handle sich schlichtweg um einen Magen-Darm-Virus.
Als jedoch weiterhin keine Besserung eintrat, machte sich Monikas Familie immer mehr Sorgen und flehte die Wienerin an, sich nochmals untersuchen zu lassen. Und tatsächlich: In einem zweiten Krankenhaus wurde ein Nierenstein diagnostiziert. Dieser habe zu einem Nierenstau geführt – unbehandelt eine gefährliche Diagnose! Monika ist sich sicher: Sie hätte sterben können, hätte sie nicht auf das Drängen ihrer Familie gehört. "Gott sei Dank habe ich meine Familie gehabt, deshalb sitz ich noch hier!", sagt sie.
Medizinrechtsanwältin Dr. Karin Prutsch-Lang appelliert: "Wenn man als Patient merkt, es wird nicht eingegangen auf die Beschwerden, dann ist man heutzutage als Patient wirklich gefordert, weiterzugehen, zum nächsten Arzt, noch einmal ins Krankenhaus, um dafür zu sorgen, dass man wirklich eine Diagnose bekommt." Denn: "Ein gutes Bauchgefühl ist oft die letzte Instanz."
Wie der Fall von Monika ausging, kann man in der aktuellen Folge "Pfusch am Patienten" auf Joyn sehen.