Manche Gerichte erinnern sofort an die eigene Kindheit – Dibbelabbes zählt definitiv dazu. Das herzhafte Kartoffelgericht stammt ursprünglich aus dem Saarland und wurde früher in vielen Familien oft serviert.
Der Name setzt sich aus zwei mundartlichen Begriffen zusammen: Dibbe: ("gusseisener Topf" oder "schwere Pfanne") und Labbes ("Lappen, Tuch oder zerzupftes Stück").
Dibbelabbes ähnelt auf den ersten Blick Kartoffelpuffern, unterscheidet sich aber durch die knusprige Mischung aus gebratenen Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch und würzigem Speck.
Traditionell bereiteten Bergarbeiterfrauen dieses einfache Gericht für ihre Männer zu, die nach der harten Arbeit unter Tage eine kräftige Mahlzeit brauchten.
Zubereitung
Kartoffeln schälen und fein raspeln, dann in einem Küchentuch kräftig ausdrücken.
Zwiebel, Knoblauch und Petersilie fein hacken, Lauch in dünne Ringe schneiden und das Dörrfleisch würfeln.
Alles mit den Eiern vermengen, würzen und in einer heißen Pfanne mit Öl zuerst bei mittlerer Hitze mit Deckel 30 bis 40 Minuten braten, dabei mehrmals wenden und mit dem Pfannenwender zerpflücken.
Zum Schluss die Temperatur erhöhen. Dadurch bildet sich am Boden immer wieder eine goldbraune, knusprige Kruste ("Kürstchen"), die unter den Teig gehoben wird, während das Innere saftig bleibt.
Ein Extra-Tipp: Serviere Dibbelabbes am besten mit einem Klecks selbstgemachtem Apfelkompott oder Apfelmus – die fruchtige Süße ist der ideale Begleiter zur knusprigen Kartoffelkruste. Sonst auch: Grüner Blattsalat.