Schon seit jeher gibt es unter den Reichsten der Reichen in Österreich nur wenig Bewegung. Der KI-Boom hat heuer aber für große Verschiebungen gesorgt. Das "Trend"-Magazin hat nun sein alljährliches Ranking der 100 reichsten Österreicher veröffentlicht – und dieses macht mit einem sehr prominenten Neuzugang auf sich aufmerksam.
Auf Rang 86 steigt Ex-Kanzler Sebastian Kurz (39) ein. Dieser hält bekanntlich 15 Prozent am israelischen Cybersecurity-Unternehmen "Dream", das jüngst mit 2,6 Milliarden Euro bewertet. Der Anteil von Sebastian Kurz beträgt somit 400 Millionen Euro, die er bei Veräußerung zu Cash machen könnte.
Apropos Jungunternehmer: Noch fünf Jahre jünger ist die unangefochtene Nummer 1, die ihren Abstand auf Rang 2 weiter vergrößern konnte. Das Vermögen von Mark Mateschitz ist auf 37,5 Milliarden Euro gewachsen, jenes der dahinter rangierenden Familien Porsche & Piëch auf 31 Milliarden Euro gesunken.
Dahinter klafft eine riesige Lücke: Georg Stumpf auf Rang 3 kommt auf 7,8 Milliarden, der viertplatzierte Johann Graf auf 7,2 Milliarden Euro. Um in den Top-10 zu landen, ist übrigens ein Vermögen von 3,9 Milliarden Euro notwendig – auf genau so viel kommt Hans Peter Haselsteiner mit seiner Familie.
In die Geschichte eingehen als der wohl beste Unternehmensdeal jemals wird der Erwerb des steirischen Elektronikherstellers AT&S. Einst staatlich, haben Willibald Dörflinger und Hannes Androsch den Betrieb 1994 hoch verschuldet übernommen. Danach spezialisierte sich das Unternehmen auf IC-Substrate und Leiterplatten – also die wichtigsten Bestandteile großer KI-Rechenzentren.
Die Aktie explodierte von zwischenzeitlich 9 auf bis zu 239 Euro. Dörflinger und die Androsch-Erben besitzen noch 36 Prozent. Das einstige Investment von umgerechnet 6,5 Millionen Euro (plus 43,5 Millionen Euro) ist nun 2,8 Milliarden Euro wert.