Elfer-Könige

Die ehemalige Fußball-Großmacht muss kämpfen

Tschechien ist zurück auf der größten Fußballbühne. Hoffnungsträger Patrik Schick soll die lange WM-Durststrecke endlich vergessen machen.
Sport Heute
20.05.2026, 17:00
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Miroslav Koubek hat Tschechien aus einer schweren Krise geführt. Der 74-Jährige sorgte nach turbulenten Monaten wieder für Ruhe und führte die "Reprezentace" erstmals seit 20 Jahren zurück zur WM. Im Mittelpunkt steht Bayer-Leverkusen-Torjäger Patrik Schick, der auch im Nationalteam als unverzichtbarer Goalgetter gilt.

Der Trainer

Als Miroslav Koubek im vergangenen Dezember als Trainer vorgestellt wurde, herrschte bei der "Reprezentace" miese Stimmung. Nach einer Blamage gegen die Färöer wurde Vorgänger Ivan Hasek entlassen, Thomas Soucek die Kapitänsbinde entzogen - weil er sich nach dem 6:0 gegen Gibraltar nicht ausreichend bei den Fans bedankt hatte. Doch der 74 Jahre alte Koubek, der einst für Sparta Prag das Tor hütete, brachte die Ruhe zurück in seine Heimat, die er als Trainer nie verließ (mit Ausnahme eines Gastspiels beim bayrischen FC Amberg). Durch zwei erfolgreiche Elfmeterschießen in den Playoffs beschenkte der Coach sein Land mit der ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren.

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Der Star

Der Star der Tschechen ist in Deutschland bekannt. Nach einem Jahr bei RB Leipzig wechselte Patrik Schick 2020 zu Bayer Leverkusen, dort gelang ihm vier Jahre später Großes: Mit der Werkself gewann er die erste Meisterschaft des Vereins. Insbesondere in dieser Spielzeit erwies sich der 30 Jahre alte Mittelstürmer als äußerst torgefährlich - und dasselbe gilt für seine Landesauswahl. Mit seinen 25 Toren in 52 Spielen ist Schick unverzichtbar.

EM-Sieg als Highlight

Tschechien, die Fußballnation? Ja, tatsächlich! Damals war es allerdings noch die Tschechoslowakei, die sich gleich zwei Mal zum Vizeweltmeister (1934, 1962) krönte, ehe 1976 mit dem EM-Sieg der größte Triumph gelang. Diese Zeiten sind inzwischen allerdings längst vorbei, nicht zuletzt seit das Land 1993 in seine beiden Nachfolgestaaten aufgeteilt wurde. Seitdem lesen sich die Erfolge äußerst bieder (Ausnahme: Vize-Europameister 1996). In Deutschland präsentierte sich das Team 2006 dann erstmals auf der größten Bühne - übrigens als Tschechische Republik. Und auch die ist seit der amtlichen Namensänderung 2016 Geschichte. Herzlich Willkommen also, Tschechien.

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