Seit Jänner 2025 ist Rudi Garcia Trainer der Belgier, er folgte damals auf Domenico Tedesco, einst Coach in der deutschen Bundesliga. Für den Franzosen ist es die erste Station bei einer Nationalmannschaft, seine wohl erfolgreichste Zeit hatte er mit der OSC Lille, die er 2010/11 zur Meisterschaft führte. Unter Tedesco war Star-Torhüter Thibaut Courtois aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, Garcia überzeugte den Keeper von Real Madrid und holte ihn in einer seiner ersten Amtshandlungen wieder zurück. Das erzürnte wiederum Koen Casteels so sehr, dass er ging – Garcia war also direkt als Krisenmanager gefragt.
Kevin De Bruyne ist noch immer der Mann für die genialen Momente und als Künstler essenziell für Belgien. Nach seinem Wechsel von Manchester City zur SSC Neapel wurde der mittlerweile 34-Jährige zwar von einer hartnäckigen Verletzung des Beinbeugermuskels ausgebremst, doch zum Saisonendspurt kam er wieder in Form. De Bruyne ist Champions-League-Sieger, sechsmal englischer Meister, Deutschlands Fußballer des Jahres und, und, und. Für den offensiven Mittelfeldspieler, der die Belgier als Kapitän aufs Feld führt, ist es bereits die vierte WM-Teilnahme, gut möglich, dass es die letzte sein wird. "Kevin ist einer der besten Spieler, die ich in meinem Leben gesehen habe. Er kann alles, absolut alles", sagte De Bruynes langjähriger Trainer Pep Guardiola.
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Die "goldene Generation" der Belgier, der alle einen großen Titel zugetraut hatten, ist fast Geschichte. Nur De Bruyne und Torhüter Courtois sind noch oder wieder dabei. Längst haben auch Jüngere Verantwortung übernommen. So etwa Flügelstürmer Jeremy Doku von Manchester City, Alexis Saelemaekers von der AC Mailand oder Charles de Ketelaere von Atalanta Bergamo. Durch die Qualifikation stürmten die Belgier ohne Niederlage, auch in der Gruppe mit dem Iran, Ägypten und Neuseeland sind sie klar favorisiert.