Anthony "Tony" Popovic war selbst Profi und spielte in Australien, Japan, England und Katar. Der Verteidiger absolvierte 58 Länderspiele (acht Tore) und nahm 2006 in Deutschland für die "Socceroos" an der WM teil. Im September 2024 übernahm er nach dem Rücktritt von Graham Arnold die Nationalmannschaft und freut sich auf sein erstes großes Event als Trainer – besonders auf das Spiel am 19. Juni gegen Gastgeber USA. Es wäre "wunderbar", sagte Popovic, wenn US-Präsident Donald Trump käme - es würde es "noch besonderer machen, dieses Spiel zu gewinnen".
Noch im Frühjahr habe er befürchtet, erzählte Popovic, dass Jackson Irvine für die WM ausfallen könnte. Eine Fußverletzung hatte dem Kapitän des FC St. Pauli immer wieder zugesetzt. Doch längst sind die Zweifel ausgeräumt, der 33 Jahre alte Irvine soll bei den "Socceroos" eine zentrale Rolle einnehmen. "Er ist ein großartiger Spieler und Anführer", lobte der Trainer seinen "erfahrenen" Star, der schon bei den WM-Turnieren 2018 und 2022 dabei war. Irvine geht auch außerhalb des Platzes voran, ist meinungsstark, eckt an. Dies hatte zwischenzeitlich zu Spannungen mit St. Pauli geführt. Auch zur WM hat er sich positioniert und die FIFA wegen deren Friedenspreis an Trump kritisiert.
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Offiziell wechselte der australische Verband am 1. Jänner 2006 von der Ozeanischen zur Asiatischen Konföderation. Die "Socceroos" wollten gegen stärkere Gegner spielen, vor allem aber die Qualifikations-Chancen für Weltmeisterschaften verbessern. Der Plan ging voll auf: Seit 2006 nahm Australien immer teil. Zuvor war dies nur 1974 in Deutschland gelungen, ansonsten waren die Hürden bei neun Versuchen zu hoch gewesen. Bemerkenswert: 2015 wurde Australien Asienmeister, viermal gewann man den Ozeanien-Titel (1980, 1996, 2000 und 2004).