Stolze Nation

Uruguay will die erwartete Sensation erneut schaffen

Uruguay reist mit Kulttrainer Marcelo Bielsa und Real-Star Federico Valverde zur WM. Man hofft auf den ersten ganz großen Coup seit Jahrzehnten.
Sport Heute
20.05.2026, 16:03
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Marcelo Bielsa zählt auch mit 70 Jahren noch zu den schillerndsten Figuren im Weltfußball. Der als "El Loco" bekannte Argentinier soll Uruguay nach dem enttäuschenden WM-Aus 2022 zurück in die Erfolgsspur führen. Große Hoffnungen ruhen dabei auf Real-Madrid-Star Federico Valverde, der längst zum neuen Gesicht der "Celeste" geworden ist.

Der Trainer

Mit 70 Jahren gehört er zu den ältesten Trainern bei der WM – was nicht bedeutet, dass Marcelo Bielsa ruhig an der Seitenlinie steht. Bekannt als "El Loco" (der Verrückte) sorgte der Argentinier regelmäßig für Schlagzeilen - so wurde 2016 sein Engagement bei Lazio Rom aufgrund nicht erfüllter Transferwünsche nach zwei Tagen wieder aufgelöst. Bielsa war außerdem Trainer bei Argentinien und Chile sowie bei Athletic Bilbao, Olympique Marseille und Leeds United. Seit 2023 ist er im Amt bei Uruguay, verpflichtet nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase bei der WM in Katar. In den 22 Spielen unter Bielsa gab es allerdings erst sechs Siege.

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Der Star

Nachdem Rekordspieler Diego Godin über zehn Jahre das Kapitänsamt inne hatte, hat Uruguay in Federico Valverde einen neuen Anführer und nach den Rücktritten von großen Namen wie Edison Cavani und Luis Suarez einen neuen Topstar. Der 27-Jährige spielt seit 2018 bei Real Madrid und ist dort speziell nach der Trennung von Trainer Xabi Alonso im Januar aufgeblüht. Valverde tritt seitdem wieder häufiger als Mittelfeldspieler statt als Außenverteidiger in Erscheinung. Für die Nationalmannschaft debütierte er 2017, bisher stehen 73 Länderspiele und neun Tore zu Buche.

Historisch starke Nation

Uruguay schrieb vor 96 Jahren Geschichte. Die Südamerikaner gewannen vor heimischer Kulisse den ersten WM-Titel überhaupt. 1930 setzte sich "La Celeste" gegen Argentinien durch. Ein zweiter Triumph folgte 20 Jahre später im entscheidenden Spiel gegen Brasilien. Die Partie ging als "Maracanaco" (Schock von Maracana) in die WM-Geschichte ein, es hält bis heute mit geschätzten 200.000 Zuschauern den Publikumsrekord bei Fußballspielen. Seitdem war das höchste der WM-Gefühle dreimal das Spiel um Platz drei – weder 1954 gegen Österreich noch 1970 und 2010 gegen Deutschland konnte Uruguay dies gewinnen.

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