Großer Wurf erwünscht

Türkei träumt von einer WM im Spirit von 2002

Die Türkei träumt bei der WM von der nächsten Sensation nach 2002. Hoffnungsträger ist Real-Madrid-Star Arda Güler.
Sport Heute
20.05.2026, 16:23
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Vincenzo Montella hat der türkischen Nationalmannschaft neues Leben eingehaucht. Der Italiener fühlt sich nach eigenen Worten längst "wie ein Türke" und soll das Team bei der WM für Furore sorgen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei Ausnahmetalent Arda Güler, der in seiner Heimat schon jetzt wie ein Superstar verehrt wird.

Der Trainer

Vincenzo Montella übernahm den Job in der Türkei im September 2023 als Nachfolger von Stefan Kuntz. Er ist bereits der vierte Italiener in diesem Amt. Während seiner Spielerkarriere gelangen dem Stürmer 141 Tore in 286 Serie-A-Spielen, 2001 gewann der 20-malige italienische Nationalspieler mit der AS Roma den Scudetto. 2009 startete Montella dort auch in der Nachwuchsabteilung seine Trainerlaufbahn, 2011 wurde er Cheftrainer der Römer. Über die AC Mailand, Florenz und Sevilla kam er 2021 zu Adana Demirspor in die Türkei. Seine Arbeit kam dort so gut an, dass er zwei Jahre später das Erbe von Kuntz antrat. "Ich fühle mich wie ein Türke und denke wie ein Türke", sagte Montella zuletzt über sich selbst.

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Der Star

Zuletzt hinterließ Arda Güler auch bei den Fans in Deutschland einen bleibenden Eindruck. Erst traf der 21-Jährige im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Bayern München zweimal im Dress von Real Madrid. Nach dem Abpfiff konnte Güler das Aus der Königlichen aber nur schwer verkraften und sah wegen seiner verbalen Attacken Rot vom Schiedsrichter. An seinem Ruhm in der Heimat änderte dies aber nichts. "Arda wird in der Türkei verehrt", sagte Montella: "Ein bisschen wie Diego Maradona in Neapel." Güler, der sein Debüt für die Nationalmannschaft schon als 17-Jähriger feierte, wird mit Blick auf die WM als ganz heißes Eisen gehandelt.

Hoffnung auf Platz drei

Die fußballverrückte Türkei ist nicht gerade ein WM-Stammgast. Erst zweimal schaffte es die Nationalmannschaft zu einer Endrunde. 1954 kam im Entscheidungsspiel gegen Deutschland (2:7) das Aus. 2002 überraschten die Türken mit Platz drei.

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