Im Herbst greifen viele Gartenbesitzer gerne zur Schere, um im Garten aufzuräumen. Doch nicht jede Pflanze verträgt einen Rückschnitt zu dieser Jahreszeit. Bei einigen Arten kann das Schneiden sogar schaden und die Blüten des kommenden Jahres gefährden.
Viele Sträucher und Stauden bilden ihre Blütenknospen bereits im Spätsommer. Wer im Herbst schneidet, entfernt nicht nur überschüssiges Grün, sondern oft auch die Blüten für das nächste Jahr. Zudem heilen frische Schnittwunden bei kühler Witterung schlechter, was die Pflanzen anfälliger für Frost und Krankheiten macht. Wie 24garten.de berichtet, sollten daher einige Pflanzenarten im Herbst keinesfalls stark zurückgeschnitten werden.
Bauernhortensien etwa legen ihre Blütenknospen bereits im Herbst an. Ein Rückschnitt würde die Blüten für die kommende Saison entfernen. Rhododendren bilden ihre Knospen ebenfalls schon früh aus. Hier darfst du im Herbst nur abgestorbene oder kranke Triebe entfernen; ein größerer Schnitt ist im Frühjahr oder direkt nach der Blüte besser. Auch bei Rosen raten Experten zur Zurückhaltung: Ein kräftiger Schnitt kann neue Triebe anregen, die im Winter erfrieren würden. Entferne lediglich verblühte Blütenstände und verschiebe den Formschnitt auf das Frühjahr. Ziergräser schließlich sollten im Herbst gar nicht geschnitten werden, da ihre Halme das Pflanzenherz vor Kälte schützen.
Ein weiterer Grund, im Herbst nicht radikal zu schneiden: Stehengelassene Stängel bieten Tieren und Insekten Unterschlupf, und Samen dienen Vögeln als Nahrung. Daher gilt: Im Herbst nur das Nötigste entfernen, wie abgestorbene, beschädigte oder kranke Pflanzenteile. So bleiben die Pflanzen gesund und der Garten bietet Lebensraum für viele Tiere.