Ob die Jacke mit den fehlenden Knöpfen, der geschenkte Dörrautomat oder die Vase, die seit Jahren im hintersten Eckl vom Kasten steht – beim Ausmisten scheitert es oft nicht am Sortieren, sondern am Entscheiden. Damit das nicht so bleibt, zeigen wir dir fünf Fragen, die laut 20 Minuten aus dem vagen 'Vielleicht brauche ich das noch' einen klaren Check machen. Ein Nein heißt übrigens nicht automatisch weg damit – schau einfach genauer hin.
Zwölf Monate decken alle Jahreszeiten und die meisten Anlässe ab. Alles, was du in dieser Zeit kein einziges Mal gebraucht hast, wirst du ziemlich sicher auch in Zukunft nicht vermissen.
Beispiel: Das Waffeleisen hast du dir vor zwei Jahren unbedingt eingebildet. Seitdem steht es ganz hinten im Kasten und war genau einmal im Einsatz. Den Platz könntest du sinnvoller nutzen.
Hier zählt nicht das berühmte 'vielleicht', sondern ein realistischer Plan. Hat das Teil wirklich einen Platz in deinem Alltag im kommenden Jahr? Wenn dir kein Anlass einfällt, bleibt es vermutlich wieder ungenutzt liegen.
Beispiel: Die Campingausrüstung hast du schon ewig nicht mehr angerührt und auch im nächsten Urlaub steht kein Campingtrip an. Und wenn du ehrlich bist, willst du eigentlich gar nicht mehr im Schlafsack schlafen. Dann wird’s Zeit, dich zu trennen.
Diese Frage hilft dir, den ursprünglichen Preis auszublenden und dich auf deinen jetzigen Geschmack und Alltag zu konzentrieren. So verwechselst du alte Kaufentscheidungen nicht mit aktuellem Wert.
Beispiel: Die Designer-Vase war damals teuer, gefällt dir aber schon lange nicht mehr. Würdest du sie heute im Geschäft stehen lassen? Dann ab auf den Vielleicht-Stapel.
Kaputte Sachen landen oft jahrelang im Niemandsland – zu schade zum Wegwerfen, aber offenbar nicht wichtig genug zum Reparieren. Frag dich ehrlich: Würdest du wirklich Zeit oder Geld investieren? Falls ja, setz dir eine klare Frist.
Beispiel: Bei deiner Lieblingsjacke würdest du den kaputten Reißverschluss sofort richten lassen. Aber bei der Tasche mit dem gerissenen Henkel sagst du das schon seit zwei Jahren – und verwendest sie trotzdem nie.
Beim Übersiedeln zeigt sich schnell, was wirklich wichtig ist. Würdest du das Ding einpacken, schleppen und im neuen Zuhause wieder auspacken?
Beispiel: Von 20 Kochbüchern verwendest du nur drei. Wenn du für die anderen 17 keine Umzugskiste packen würdest, müssen sie vielleicht auch jetzt nicht mehr ins Regal zurück.
Jetzt hast du einen Stapel mit Sachen, die bei einer der Fragen durchgefallen sind. Wertvolles oder Gefragtes kannst du verkaufen, Brauchbares verschenken. Saubere und intakte Kleidung, Möbel oder Haushaltswaren kannst du – je nach Annahmestelle – auch spenden. Was kaputt und nicht mehr zu retten ist, gehört in die richtige Entsorgung oder ins Recycling.
Du kannst dich trotzdem nicht trennen, weil du Angst hast, das Teil doch noch zu brauchen? Pack die Wackelkandidaten in eine Kiste und stell sie in den Keller oder auf den Dachboden. Stell dir gleich eine Erinnerung fürs Handy in drei Monaten. Hast du bis dahin nichts aus der Kiste vermisst oder rausgeholt, fällt dir der Abschied wahrscheinlich leichter.