Eine ganz bestimmte Super-Eidechse, die bereits unter Wissenschaftlern den Namen "Hulk" trägt, hält sich einfach nicht an ein festes evolutionäres System und verdrängt Artgenossen. Die Natur möchte es vielfältig – "Hulk" nicht.
Die mediterrane Mauereidechse folgt seit jeher einem ganz bestimmten Farbcode, denn die Männchen treten mit drei Farben der Kehle auf: weiß, orange und gelb. Doch diese sind nicht willkürlich, sondern spiegeln die Charaktereigenschaften der Eidechsen wider. Bisher war es immer so, dass die Natur dafür Sorge getragen hat, welche Männchen von den Weibchen als besonders attraktiv wahrgenommen werden: Nämlich immer jene, die in dem Jahr in der Unterzahl waren und diese Farbe kam wieder öfter zur Welt.
Obwohl sich dieses System seit Jahrtausenden bewährt hat, kommt jetzt alles durch den "Hulk" ins Wanken. Dieser Eidechsen-Kerl mit der weißen Kehle verdrängt nämlich sukzessive die anderen Farben immer mehr, da er aggressiver und größer auftritt. Die Mädels finden ihn toll und begrüßen auch, dass sich dieses Super-Männchen zudem die besten Reviere sichert.
Forscher des Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie glauben, dass sich der "Hulk" in Rom entwickelte und sind besorgt, dass dieser freche Weiße die anderen Farben und die damit verbundenen Spielregeln über kurz oder lang einfach aushebelt. Ganz nach dem Motto: survival of the fittest.