Immersive Reise

Diese Wikinger-Ausstellung macht sogar seekrank

Ab 23. September entführt die MARX Halle in eine spektakuläre Welt aus Drachenschiffen, Mythen und rauer See – Seegang inklusive.
Heute Entertainment
23.09.2026, 06:00
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Nebel, Hörner, Schwerter und eine raue See: Mit "WIKINGER – Ein immersives Erlebnis" startet am 23. September eine neue Zeitreise in der Wiener MARX Halle. Besucher tauchen dabei nicht nur in die Welt von Ragnar Lodbrok und Königin Aslaug ein, sondern sollen die Wikingerzeit mit allen Sinnen erleben.

Wissenschaftlich begleitet wurde die Schau von Prof. Dr. h.c. Rudolf Simek. Für den gebürtigen Gmundner ist das Thema kein Neuland: "Ich glaube, das ist meine siebte oder achte Wikinger-Ausstellung auf der ganzen Welt."

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"Hier geht es um das Erlebnis"

Mit einem klassischen Museum hat die Ausstellung allerdings wenig zu tun. "Eine solche immersive Ausstellung ist etwas ganz anderes als eine sachliche Ausstellung", sagt Simek. Das mache das Thema auch für ein breites Publikum zugänglich.

"Hier geht es eher um das Erlebnis. Es wirkt mehr auf die Sinne als auf das rein Wissenschaftliche. Mir war es trotzdem wichtig, dass wir die Fakten zumindest zu 99 Prozent richtig haben", meint der Experte mit einem Lächeln auf den Lippen.

Die Reise beginnt im Jahr 793 nach Christus mit dem Überfall auf das Kloster Lindisfarne. Danach warten der Weltenbaum Yggdrasil, eine Virtual-Reality-Reise, Runen, Waffen und Schmuck sowie interaktive "Talking Paintings".

Herzstück ist ein großes Wikinger-Langschiff, umgeben von Projektionen, Licht, donnernden Wellen und Musik. Selbst ein Segel wird zur riesigen Leinwand. Dieser Teil der Ausstellung ist auch Simeks persönliches Highlight: "Was ich besonders lustig finde, ist, dass man am Ende dieser immersiven Reise auch eher seekrank wird." Für den Wikinger-Experten ist das sogar ein Kompliment: "Das finde ich faszinierend und es spricht für die Qualität dieser Ausstellung."

"Fast ein bisschen zu viel KI"

Auch künstliche Intelligenz kommt zum Einsatz. Simek sieht das mit gemischten Gefühlen: "Mir ist es fast ein bisschen zu viel KI." Ein KI-Gegner sei er aber nicht: "Für manche Sachen ist es dennoch sehr brauchbar, vor allem für Rekonstruktionen."

Dass die Ausstellung ordentlich auf die Sinne schlägt, merkt man spätestens auf hoher See. "Ich würde sagen, dass dieses Erlebnis auf jeden Fall eher aufwühlend ist." Gute Nerven mitnehmen, heißt es also!

"WIKINGER – Ein immersives Erlebnis" läuft vom 23. September 2026 bis 10. Jänner 2027 in der Wiener MARX Halle.

red,23.09.2026, 06:00
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