Stil-Coach warnt

Diesen Modefehler machen jetzt viele im Büro

Sommerhitze ist keine Ausrede. Business-Stil-Coach Margit Kratky verrät, welche Styling-Regeln jetzt für einen seriösen Auftritt im Büro sorgen.
Christine Scharfetter
05.08.2026, 19:00
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Der Sommer bringt nicht nur steigende Temperaturen, sondern auch eine Stilfalle ins Büro. Während draußen kurze Sommerkleider, Sandalen und bunte Prints dominieren, gelten im Berufsleben weiterhin andere Regeln. Business-Stil-Coach Margit Kratky warnt davor, das Business-Outfit mit einem Urlaubslook zu verwechseln. Denn wer zu leger auftritt, riskiert mehr als nur einen modischen Fehlgriff.

Sommer ja, Strandlook nein

Für Margit Kratky ist Business-Kleidung weit mehr als Mode. Sie transportiert Kompetenz, Verlässlichkeit und Status – auch im Sommer. "Es heißt nicht, dass das Business-Outfit automatisch in ein Sommer-Outfit übergeht", stellt Kratky klar. "Das Business-Outfit besteht im Sommer aus anderen Materialien – nicht aus anderer Haltung."

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Die Grundregeln bleiben dieselben: Seriosität, Klarheit und Professionalität. Nur Stoffe und Farben passen sich den Temperaturen an. Statt schwerer Winterqualitäten empfiehlt die Expertin leichte, atmungsaktive Materialien mit hohem Naturfaseranteil.

Leinen ist König – aber bitte mit Trick

Der unangefochtene Sommerfavorit ist für Kratky Leinen. Allerdings nicht in Reinform. "Hundert Prozent Leinen knittert einfach zu stark. Im Business wirkt das schnell ungepflegt." Besser seien moderne Mischgewebe mit einem hohen Leinenanteil sowie etwas Viskose oder anderen Fasern. Sie bleiben luftig, sehen aber deutlich gepflegter aus.

Business-Stil-Coach Margit Kratky erklärt, warum auch im Sommer der Dresscode über Kompetenz und Seriosität entscheidet.
Patricia Weisskirchner

Auch Baumwolle oder spezielle Sommerwolle seien ausgezeichnete Alternativen. Von reinen Kunstfasern rät die Stilberaterin hingegen ab: "Synthetische Materialien nehmen Schweiß nicht gut auf. Das merkt man – und sieht man oft auch."

Locker statt eng

Bei Hitze lautet Kratkys Devise: mehr Weite. Palazzo-Hosen, Hemdblusenkleider oder locker geschnittene Stoffhosen sorgen nicht nur für mehr Komfort, sondern wirken auch souveräner. Enge Kleidung habe gleich zwei Nachteile: Schweiß zeichnet sich schneller ab und der Körper fühlt sich deutlich weniger wohl.

„Ein Sakko darf lockerer fallen, aber die Schulter muss perfekt sitzen.“

Doch vor allem Oversize hat Grenzen. "Ein Sakko darf lockerer fallen, aber die Schulter muss perfekt sitzen." Oversize-Blazer seien in der Freizeit cool, aber im Büro problematisch. "Das wirkt schnell, als wäre einem der Job eine Nummer zu groß."

Bunte Sommermode kostet Status

Vor den im Sommer beliebten knalligen Farben, Muster, Volants oder verspielte Chiffon-Looks warnt Kratky energisch. "Man nimmt sich damit selbst Seriosität." Der Eindruck beim Gegenüber sei oft eindeutig: "Es kommt an, als wäre man geistig schon im Urlaub."

Ein weiter Hosenanzug aus leichten Naturmaterialien in gedeckten Farben wirkt auch an heißen Tagen professionell und stilvoll.
C&A

Stattdessen empfiehlt sie helle Naturtöne wie Weiß, Beige oder Taupe – kombiniert mit klaren Kontrasten. Dunkelblau zu Weiß oder Beige mit Dunkelbraun wirken hochwertig und verleihen automatisch mehr Präsenz. Ein kräftiger Farbakzent sei jedoch durchaus erlaubt – etwa ein pinkes Top unter einem braunen Sommer-Sakko. Mehr brauche es aber nicht.

Sandalen und kurze Ärmel? Kommt auf den Job an

Während in Marketing oder Kreativberufen mehr Spielraum besteht, bleiben Banken, Vorstände oder die Politik deutlich konservativer. Ärmellos ist heute zwar nicht mehr grundsätzlich tabu, doch Kratky rät zu Fingerspitzengefühl. Wer häufig Kundentermine oder Führungsverantwortung hat, sei mit bedeckten Schultern weiterhin besser beraten. Ein ungefüttertes Sommer-Sakko zum Überziehen gehöre deshalb in jede Business-Garderobe.

„Wenn man auf Nummer sicher gehen will, würde ich einen geschlossenen Schuh wählen.“

Auch bei Schuhen gilt: Die Branche entscheidet. Kratkys Favorit sind leichte, geschlossene Schuhe oder elegante Slingpumps. "Wenn man auf Nummer sicher gehen will, würde ich einen geschlossenen Schuh wählen." Offene Sandalen seien höchstens in lockeren Branchen vertretbar – dann allerdings ausschließlich in hochwertiger Lederqualität. Korbtaschen oder Strandtaschen haben im Business ihrer Meinung nach ebenfalls nichts verloren. Sie senden sofort Urlaubsstimmung aus.

Bermudashorts mit Bügelfalte können auch funktionieren – allerdings nur solange sie über die Knie gehen und kombiniert mit eleganten, geschlossenen Schuhen.

Das oft vergessene Detail

Ein häufiger Fehler versteckt sich zudem unter der Kleidung. Weiße Unterwäsche unter weißen Stoffen zeichnet sich laut Kratky überraschend stark ab. Ihre Empfehlung: hautfarbene Unterwäsche aus atmungsaktiven Materialien.

Gerade bei hellen Sommer-Outfits entscheidet oft dieses Detail darüber, ob der Look hochwertig oder ungewollt durchsichtig wirkt.

{title && {title} } kiky, {title && {title} } 05.08.2026, 19:00
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